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Au backe: Thomas Huber (CSU) analysiert das Ergebnis mit seiner Vorgängerin Christa Stewens bei der Wahlparty in Oberndorf. 

Landtagswahl im Landkreis

CSU und SPD im freien Fall

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Thomas Huber (CSU) hat trotz rund zehn Prozent Verlust erneut das Direktmandat geholt. Die bisherige Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (SPD) muss zittern. 

Landkreis – Wie im gesamten Freistaat, so sind die Grünen auch im Landkreis Ebersberg die großen Gewinner der Landtagswahl. Spitzenkandidat Thomas von Sarnowski liegt deutlich vor der Landtagsabgeordneten Doris Rauscher (SPD). Das Direktmandat hat, trotz einem Verlust von gut zehn Prozent, erneut Thomas Huber (CSU) erreicht. Ob Rauscher über die oberbayerische SPD-Liste wieder ins Maximilianeum einziehen kann, ist noch unklar. Vermutlich muss sie bis Dienstag warten, bis das endgültige amtliche Ergebnis feststeht. Gleiches gilt für von Sarnowski, der aufgrund seines Ergebnisses über die Grünen-Liste in den Landtag kommen könnte.

Von Sarnowski bewertete das Ergebnis am Sonntagabend mit einem Wort: „Saustark!“ Bei der SPD hingegen, die sich auf der Ebersberger Alm traf, war die Stimmung im Keller. „Die Betroffenheit ist sehr groß“, sagte Doris Rauscher nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen. Wie es für sie persönlich weitergeht, kommentierte sie so: „Wenn ich in den Landtag reinkomme, dann sehr knapp. Auch wenn es nicht reichen sollte, werde ich meine ehrenamtliche politische Arbeit weiterführen.“

Hier geht es zum Ticker: Der Wahlsonntag live: Ergebnisse aus dem Kreis: Ohrfeige für CSU - Grüne vor SPD - die fällt ins Bodenlose

Wahlschlappe für die CSU

Thomas Huber nannte bei der Zusammenkunft des CSU-Kreisverbandes im Wirtshaus in Oberndorf das Bayern-Ergebnis seiner Partei „schmerzhaft“. Dennoch dürfe die CSU „nicht in Grabenkämpfe verfallen“, sondern „erst mal das Ergebnis analysieren und dann Gespräche mit allen Parteien führen, ohne die AfD“. Er, Huber, könne sich nicht vorstellen, dass die Wahlschlappe für die CSU ohne Konsequenzen bleibe.

„Saustark!“: Thomas von Sarnowski (Bündnis90/Die Grünen) mit Freundin Fanny Lindvall. 

Für ihn selbst hat das Abschneiden seiner Partei durchaus spürbare Folgen gehabt: In vielen Gemeinden beträgt die Zahl der Erststimmen für Huber fast genauso viel wie bei den Zweitstimmen. Sprich: Der Grafinger ist im Sog des schlechten Ergebnisses seiner Partei getrudelt.

Von Trudeln kann bei der Landkreis-SPD keine Rede mehr sein, es ist ein Absturz

Von Trudeln kann bei der Landkreis-SPD keine Rede mehr sein, es ist ein Absturz, der da am Sonntag passiert ist. Selbst in traditionellen Hochburgen wie Poing liegen die Grünen mit knapp acht Prozent mehr als die SPD bei den Erststimmen und zwölf Prozent bei den Zweitstimmen weit vor den Genossen. In Grafing, wo mit Angelika Obermayr eine grüne Bürgermeisterin im Amt ist, haben Bündnis90/Die Grünen ebenfalls die SPD mit Meilenstiefeln überholt: 25 Prozent zu 11 Prozent bei den Erststimmen, 27 zu 8 Prozent bei den Zweitstimmen. Ein Blick ganz in den Süden, nach Aßling, bestätigt, dass die CSU zwar überall vorne liegt, aber auch hier um etwa zehn Prozent verloren hat. Und auch hier erreichten die Grünen Platz 2, weit vor der SPD.

Das vom Landratsamt am Sonntag, kurz nach 22 Uhr veröffentlichte Ergebnis nach Auszählung aller 21 Kommunen lautet für den Landkreis Ebersberg wie folgt:
Erstimmen (gerundet): CSU 36,1 Prozent; Grüne 21,1%; SPD 12,1%; Freie Wähler 8,2%; AfD 7,1%; FDP 6,7%; Sonstige 8,7%.
Zweitstimmen (gerundet): CSU 35,9 Prozent; Grüne 22,4%; Freie Wähler 9,3%; SPD 9%; Afd 7,5%; FDP 6,7%; Sonstige 9,3%.

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