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Mobil aus der Steckdose: Mit Strom sollen künftig die Dienstfahrzeuge des Landratsamts betankt werden.

Zwölf E-Mobile sollen gekauft werden

Landratsamt fährt bald elektrisch

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Zwölf Elektrofahrzeuge, drei davon mit Hybridtechnik, wird das Landratsamt Ebersberg in den kommenden zwei Jahren anschaffen und damit seinen Fuhrpark im Sinn der Energiewende umstellen. Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 unabhängig von fossilen und anderen endlichen Energieträgern zu sein. Dazu will das Landratsamt nun selbst ein Zeichen setzen.

Ebersberg– Der Autoverkehr verursache etwa ein Drittel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen, so Kreisklimaschutzmanager Hans Gröbmayr in der Sitzung des Umweltausschusses. Deshalb sei klar, dass es keine Klimawende ohne Energiewende geben könne. Es mache aber auch keinen Sinn, jetzt sehr schnell nur auf E-Mobilität zu setzen. Notwendig sei gleichzeitig auch eine regionale Energieerzeugung. Elektromobilität mit Kohlestrom hält Gröbmayr nicht für sinnvoll. Für unsinnig hält er auch, lediglich an den Bahnhöfen Schnellladestationen hinzustellen. Das Auto sei dort innerhalb kurzer Zeit „vollgetankt“, blockiere dann aber, weil abgestellt, die Ladestation. Diese teure Lösung sei oft gar nicht notwendig. Manchmal reiche zum Auftanken ganz einfach ein Netzanschluss. Auch über diese Hintergründe soll ein Elektromobilitätskonzept für den Landkreis Ebersberg die Bevölkerung informieren. Dazu hat der Landkreis nun einen Förderantrag gestellt. Schwerpunkte sollen eine Gesamtkonzeption für eine einheitliche, leistungsfähige und bedarfsgerechte Lade-Infrastruktur sowie Empfehlungen für technische Lösungen sein. Gröbmayr spricht von „praxistauglichen und günstigen Ansätzen“. Ziel sei zudem ein Umsetzungsleitfaden für Kommunen und Unternehmen, eine Anpassung des Konzepts an das Umland, die Erhöhung der Akzeptanz für Elektromobilität in der Bevölkerung und eine attraktive Gestaltung von Alternativen zum Auto.

Schon vorher will jetzt das Landratsamt mit gutem Beispiel vorangehen. Welche Fahrzeuge die Behörde mit Hilfe staatlicher Förderung anschaffen wird, ist noch nicht entschieden. Es geht aber wohl um eine Investition in einer Gesamthöhe von rund 400 000 Euro. Teilweise sind bereits Ladestationen auf dem Parkdeck am Landratsamt installiert. Beim Umbau der Tiefgarage im ehemaligen Sparkassengebäude neben der Polizei, das künftig einen Teil der Abteilungen des Landratsamtes aufnehmen soll, werde das Thema ebenfalls berücksichtig, hieß es. Die Dienstfahrzeuge, die Mitarbeiter des Landratsamtes im Außendienst während des Tages nutzen, werden während der Nacht wieder aufgeladen.

Der Dienstwagen von Landrat Robert Niedergesäß ist übrigens ein Hybrid BMW der 7er Serie.

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