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Im Landkreis fliegen die Pollen. Tipps, wie Allergiker damit umgehen, gibt die  Ebersberger Expertin Andrea G erdemann, die in einer Apotheke in der Kreisstadt arbeitet.

Apothekerin klärt auf

Auch betroffen? Das hilft bei Heuschnupfen

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Es ist wieder Heuschnupfenzeit. Allergiker werden nicht weniger – auch in der Region Ebersberg nicht. Was Betroffene beachten sollten und wie sich das Land von der Stadt unterscheidet.  

Landkreis – Seit Februar schniefen und reiben sich die ersten ihre Augen. Der Beginn der Symptome zeichne sich bei den Patienten immer früher im Jahr ab, heißt es aus der Marien-Apotheke in Ebersberg. Andrea Gerdemann (46) ist promovierte Apothekerin. Wir haben mit der Ebersbergerin gesprochen und die wichtigsten Fragen rund um das Thema Heuschnupfen geklärt.

-Was muss ich als Allergiker im Landkreis Ebersberg beachten?

Es gibt einen wichtigen Punkt, den Allergiker in eher ländlicheren Gegenden wie Ebersberg beachten sollten im Vergleich zu Allergiker in großen Städten wie München. Es betrifft das Lüften von Büroräumen, Wohnungen und Häusern. Andera Gerdemann erklärt, dass in ländlichen Gegenden wie dem Landkreis gegen Abend, etwa zwischen 18 und 24 Uhr die Fenster geöffnet werden sollten. Die Pollenkonzentration in der Luft sei dann am Geringsten. In Großstädten ist es andersrum: Morgens, also zwischen sechs und acht Uhr, lüften und abends die Fenster eher geschlossen lassen. In Städten spiele vor allem die Feinstaubkonzentration eine Rolle, die tagsüber stärker ist und den Pollenflug noch intensiviert.

-Welche Pollen sind derzeit im Landkreis Ebersberg besonders schlimm?

Erle, Esche und Birke stehen derzeit in der Blüte. Um zu prüfen, wie der Pollenflug bestimmter Pflanzen ist, empfiehlt die Apothekerin eine Pollenflugvorhersage, die zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst auch für die Region Ebersberg erstellt. Wenn jemand weiß, dass er speziell gegen eine bestimmte Pollenart allergisch ist, sollte er zu den angekündigten Stoßzeiten möglichst wenig Zeit im Freien verbringen.

-Was hilft, wenn die Augen brennen und die Nase läuft?

Andrea Gerdemann erklärt, dass eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Antiallergika – meist verwendete Arzneien sind Cetirizin und Loratadin – möglich ist. Die Wirkzeit einer Tablette (übliche Dosierung am Tag) betrage etwa acht Stunden. Es gibt einer Reihe weiterer Punkte, die betroffene Patienten beachten sollten: Vor dem Schlafengehen sollten die Haare gewaschen werden, weil sich die winzigen Pollen darin ablagern. Auch die am Tag getragene Kleidung sollte nicht mit in das Schlafzimmer genommen werden, sagt die Expertin. Das gelte auch für den Partner.

Wäsche nach dem Waschen sollte zu Pollenflugzeiten wenn möglich nicht im Freien getrocknet werden und die Oberflächen der Möbel im Haus oder der Wohnung regelmäßig (einige Male in der Woche) abgestaubt und von Pollen gesäubert werden.

In bestimmten Fällen helfen sogenannte Nasenduschen, um die Pollenbelastung in der Nase und in den Schleimhäuten zu reduzieren.

-Brauche ich einen Arzt?

Apothekerin Andrea Gerdemann betont, dass bei einer unbekannten, neu auftretenden oder über mehr als zwei Wochen anhaltenden allergischen Reaktion immer ein Arzt konsultiert werden sollte. Auch, wenn ein Patient übermäßig belastende Beschwerden wie Atemnot hat, sollte keine Selbstmedikation erfolgen und ein Arzt zu Rate gezogen werden.

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