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Derzeit ist die Bahnhofstraße in Ebersberg wegen der Arbeiten an der Wasserleitung halbseitig gesperrt. Der überörtliche Verkehr wird großräumig umgeleitet. Ende Juli soll alles erledigt sein. Dann wird die Südumfahrung wegen Umb auarbeiten gesperrt.

Arbeiten in der Ortsmitte

Leck in der neuen Ebersberger Wasserleitung

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Momentan ist Improvisationstalent gefragt im Ebersberger Zentrum. Die Grabungsarbeiten für die Erneuerung der maroden, weil in die Jahre gekommenen Wasserversorgung behindern den Verkehr, aber sie schreiten voran. Dabei ist jetzt eine Panne passiert.

Ebersberg –  Der Zeitplan soll trotzdem eingehalten werden, ist Bürgermeister Walter Brilmayer optimistisch. Eine Verzögerung würde nämlich erhebliche Probleme aufwerfen und die hängen zusammen mit den anstehenden Sanierungsarbeiten auf der Ebersberger Südumfahrung.

Die neuen, blauen Wasserleitungen sind im Ebersberger Zentrum in den Untergrund verlegt worden, die Schächte wurden wieder zugeschüttet, der Kies verdichtet. Als letzter Schritt ist dann eine routinemäßige Dichtheitsprüfung vorgesehen. Die wird in zwei Schritten durchgeführt. Zehn bar Druck hat die neue Leitung hingenommen. 15 bar jedoch nicht. Der Prüfdruck muss das Eineinhalbfache des Betriebsdruckes, mindestens aber 15 bar betragen. „Die Wasserleitung ist an einer Stelle undicht“, bestätigt Bürgermeister Walter Brilmayer auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung. Er nimmt es gelassen: „Deshalb wird der Drucktest ja gemacht“, meint der Rathauschef und vermutet eine lecke Rohrverbindung als Ursache. Was jetzt?

Das Loch muss gefunden werden. Danach wird die Leitung an der betreffenden Stelle wieder freigelegt, der Kies wird wieder ausgeschachtet. Weil mit so einem Leck gerechnet werden muss, sei noch nicht asphaltiert worden. „Das kommt erst nach dem Drucktest“, so Brilmayer. Mehrkosten bedeute das für die Ebersberger nicht, die mit ihren Gebühren die Wasserversorgung bezahlen müssen. „Das ist ein Mangel“, stellt Brilmayer klar. „Das bezahlen nicht wir, sondern die Firma.“

Glück im Unglück hatten die Ebersberger auch. Denn unabhängig von den aktuellen Sanierungsarbeiten ereignete sich am Marktplatz ausgerechnet jetzt direkt vor dem Rathaus ein Wasserrohrbruch. Das machte zusätzliche Grabungsarbeiten notwendig. „Gut dass wir die Fachfirma gerade da hatten“, kann der Rathauschef diesem Zufall auch noch etwas Positives abgewinnen. Am Fertigstellungstermin will die Stadt unbedingt festhalten. „Das ist der 27. Juli.“ Dieses Datum ist deshalb von Bedeutung, weil das Straßenbauamt Rosenheim in den Sommerferien wieder einmal Sanierungsarbeiten an der B 304 im Bereich des Laufinger Moos durchführen will. Die Arbeiten dazu beginnen am 30. Juli und dauern voraussichtlich bis 9. September. Warum das für den Ebersberger Marktplatz von Bedeutung ist, erläutert die Stadtverwaltung so: „Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung des Verkehrs, betroffen ist der Streckenabschnitt zwischen der Ampelanlage am Abzweig bei Langwied und der Ampelanlage am Abzweig der Ortsumfahrung Grafing. Die Umleitung in Richtung Wasserburg erfolgt über die Münchener Straße, Gärtnereistraße, Dr.-Wintrich-Straße, Bahnhofsplatz, Wasserburger Straße, in Richtung München über die Wasserburger Straße, Bahnhofstraße, Heinrich-Vogl-Straße, Münchener Straße.“

Die Arbeiten an der städtischen Wasserleitung in der Bahnhofstraße und am Marienplatz seien bis dahin abgeschlossen. Die Vollsperrung erfolge in den Sommerferien, da in diesem Zeitraum mit einem geringeren Verkehrsaufkommen zu rechnen ist, und somit das Staurisiko im Stadtbereich von Ebersberg so gering wie möglich gehalten werden könne.

Die leidgeprüften Ebersberger müssen sich also auch weiterhin auf Behinderungen einstellen und eine Menge Geduld haben.

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