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Die Bahnanieger in Ebersberg haben sich nicht getäuscht. Nach den Erneuerungsarbeiten am Gleis müssen sie mehr Lärm aushalten.

Ebersberger Anwohner haben sich nicht getäuscht

Bahnstrecke fehlt der Feinschliff

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„Es ist nicht unüblich, dass Anwohner in der ersten Zeit nach der Gleiserneuerung eine gestiegene Lärmbelästigung empfinden.“ So reagierte die Bahn auf Anfrage der EZ.

Ebersberg – Anlieger in Ebersberg hatten sich beschwert, nach Arbeiten an der Strecke habe die Belastung zugenommen. Es sei lauter und man hören den Zug länger, so ein Anwohner bei der Übergabe von Unterschriften an Landrat Robert Niedergesäß und Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer (wir berichteten). Beide Kommunalpolitiker sicherten zu, einen gemeinsamen Brief an die Bahn zu schreiben, um Aufklärung zu bitten und die Unterschriftenliste beizulegen.

Die EZ fragte parallel dazu schon mal nach und bekam eine schnelle Antwort. Die Bahn habe vom 24. April bis 9. Juni auf der kompletten Strecke zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg das Gleis erneuert, so ein Sprecher des Konzerns am Freitag. Auf über 5,3 Kilometer Länge seien Schienen, Schwellen und das Schotterbett ausgetauscht worden. Neuschienen hätten aus technologischen Gründen wie Walzhaut oder Schweißnähte der Schienenstöße noch nicht das endgültige Schienenprofil. Damit bestätigt die Bahn den Eindruck der Anlieger, dass der Lärm mehr geworden sei.

Der Bahnsprecher kündigte an, dass mit der Wiederaufnahme des Zugbetriebs nach einer Gleiserneuerung die Baumaßnahme zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg noch nicht beendet sei. Zur Sicherstellung einer „nachhaltig stabilen Gleislage und zur Kompensation der vorgenannten Lärmemissionen“ werden ein sogenannter „Qualitätsstopfgang“ sowie danach ein „Neulagenschliff“ durchgeführt.

Der „Qualitätsstopfgang“ des Schotterbettes sei aber erst dann möglich, wenn sich der Schotter nach mehrwöchigem Bahnbetrieb gesetzt habe.

Sowohl Qualitätsstopfgang als auch Neulagenschliff würden zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg in zwei Nachtschichten von Dienstag, 17., bis Donnerstag, 19. Oktober, durchgeführt.

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