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Die ehemalige Gaststätte „Sportalm“ am Waldsportpark ist jetzt in der Hand eines Motorradclubs.

TSV Ebersberg sauer auf die Brauerei Forsting

Motorradclub „Bastards“ zieht in die Sportalm: Mütter von Fußballkindern sind verängstigt

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Die Ebersberger Sportalm im Waldsportpark hat einen rasanten Pächterwechsel erlebt. Ein neues Kapitel schlägt jetzt der Motorradclub „Bastards MC“ auf. 

Ebersberg – Noch werden die Neuankömmlinge in Ebersberg misstrauisch beäugt. An den Stammtischen in der Kreisstadt wird über die ungewöhnlichen Nachbarn diskutiert, die vorher ihre Zelte in Aying aufgeschlagen hatten und jetzt mit ihrem Stammsitz nach Ebersberg wechselten. Schließlich klingt der Name „Bastards“ nicht gerade vertrauenerweckend, sagt Ebersbergs derzeit amtierender Bürgermeister Josef Riedl (CSU) sinngemäß. Bei ihm seien aber bisher „keine negativen Aussagen“ eingetroffen. Das kann auch Riedls Ayinger Bürgermeisterkollege Johann Eichler bestätigen. „Es hat nie Probleme gegeben, ganz im Gegenteil“, trotz des Namens, meint er auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung über den Motorradclub. „Es ist auch mal gut, wenn man positiv überrascht wird“, sagt er.

„Das sind nette Leute“

Zustande gekommen ist das Mietverhältnis „ganz normal über einen Makler“, berichtet Georg Lettl, Vorstand der Brauerei Forsting, die der Eigentümer des Gebäudes ist. Er ist ganz froh über die aktuelle Entwicklung, vor allen Dingen auch deswegen, weil es eben in der Gaststätte einen häufigen Wirtewechsel gegeben habe. „In den 28 Jahren“, in denen er für die Brauerei arbeite, „waren es insgesamt nur zwei bis drei gute Pächter“, bedauert er. „Das lag zum Teil am Standort und zum Teil an den Pächtern selbst.“ Da ist die Entscheidung zum Schluss gefallen, aus der Verpachtung eine Vermietung zu machen. „Das Mietverhältnis ist unbefristet“, informiert Lettl weiter.

Derzeit sind die „Bastards“ dabei, es sich auf der Sportalm gemütlich einzurichten. „Das sind nette Leute. Die gehen in die Arbeit und fahren gerne Motorrad“, weiß Lettl. Und Riedl ergänzt: „Die wollen sich da treffen und im Garten sitzen.“ Ein Gastronomiebetrieb sei nicht geplant, meint Präsi Charly Schwarz. „Wir haben keine Schanklizenz. Das ist eher szenebezogen. Aber wenn jemand mal vorbeikommen will, dann geben wir ihm halt ein Bier.“ Jeden Freitag ist „open House“ wird auf der Internetseite des Bikerclubs informiert.

Der TSV-Vorsitzende ist „äußerst unglücklich“

Sehr skeptisch steht Martin Schedo, der Vorsitzende des TSV Ebersberg der neuen Nachbarschaft gegenüber, obwohl er „niemanden vorverurteilen“ wolle. „Fakt ist, dass der TSV äußerst unglücklich darüber ist, dass uns die Brauerei Forsting uns in das große Sportgelände einen Rockerclub eingemietet hat“, meint er auf Nachfrage. Er bedauert, dass vorher kein Signal an den Sportverein oder die Stadt herangetragen worden sei, „um eine verträglichere Lösung zu finden. Unter Umständen hätte sich die Stadt dann Gedanken machen können zusammen mit dem TSV“. 

Die Mütter der kleinen Fußballkinder seien „etwas verängstigt“. Schedo: „Wir werden schauen, dass wir die Kleinen wieder mehr im Jugendstadion trainieren lassen.“ Er könne „die Menschen noch nicht einschätzen. Es soll aber demnächst ein Treffen stattfinden“, berichtet er über eine bevorstehende Kontaktaufnahme mit den „Bastards“.

Auf alle Fälle will der TSV-Vorsitzende die weitere Entwicklung genau beobachten und verweist auch auf Umbaupläne im Waldsportpark. „Wir wollen da draußen wieder mehr Spielbetrieb.“ Die neue Situation sei für ihn enttäuschend. „Wir hatten aus der Vergangenheit heraus ein sehr gutes Verhältnis zur Brauerei.“

Die Edelweißpiraten aus Weyarn: Ein Motorradclub widerlegt alle Klischees (merkur.de)

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