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Atemberaubende Akrobatik zeigten die jungen Movimento-Künstler. 

Klosterbauhof

Movimento begeistert bei Ebersberger Kulturfeuer

Mit ihrem Programm hat die Gruppe Movimento die Zuschauer  begeistert und das „Ebersberger Kulturfeuer“ bereichert.

Ebersberg In den Gängen zwischen den Zuschauern stehen Mädchen in weißen Kleidern und schwingen rhythmisch zur Musik bunte Tücher. Währenddessen finden auf der Bühne die Vorbereitungen zum großen Finale statt: Alles wird mit Matten ausgelegt und viele junge Mädchen und Burschen in silberfarbenen und schwarzen Kostümen bringen sich in Position. Kurz darauf darf das Publikum im Ebersberger Alten Speicher staunen über ein Feuerwerk an akrobatischen Kunststücken, mit Hebefiguren und „flying girls“, die von ihren Kameraden hochgeworfen und wieder aufgefangen werden, mit einem Gesangs-Solo von Evi Kaiser, mit Einradfahrerinnen in grasgrünen Anzügen und Jongleuren im Hintergrund.

Mit ihrem Programm begeisterte die Gruppe Movimento die Zuschauer und bereicherte das „Ebersberger Kulturfeuer“. Seit rund zehn Jahren gibt es die Gemeinschaft, die aus einem umfangreichen Wahlkursprogramm an Bewegungskünsten am Grafinger Gymnasium begonnen hatte. Mittlerweile besteht Movimento aus circa 130 Personen, die Spaß an Bewegung und Artistik haben.

Dem Titel „Spectrum“ machen sie dabei alle Ehre: Das abendfüllende Programm bietet einen ganzen Fächer an verschiedensten Darbietungen in fast allen Farben des Regenbogens. Zunächst dominiert Weiß die Szene: Die Mädchen in weißen Kleidern und Röcken halten kleine weiße Lichter in der Hand, bewegen sich, tanzen vor einer Wand, auf der Sterne funkeln, wie Himmelskörper im Universum. Paarweise führen sie akrobatische Figuren vor, wie Planeten mit ihren Monden. Zwei der Mädchen turnen an weißen Vertikaltüchern auf einer kleineren, vorgelagerten Bühne, schrauben sich empor, winden sich um den fließenden Stoff, bis sie keine Hände mehr zum Festhalten brauchen, lassen sich in den Spagat gleiten und stürzen plötzlich hinunter bis knapp über den Boden, dass jedem Zuschauer der Atem stockt.

In den nächsten Nummern ist Blau die vorherrschende Farbe: In einer Gruppenakrobatik folgen die Kunststücke so dicht aufeinander, dass die Gäste bei den vielen Hebefiguren mit dem Zuschauen kaum mitkommen und bei Handstandüberschlag und zurück nur noch staunen. Vier Clowns mit blauen Hosenträgern und Riesenbällen haben künstlerisch einiges drauf mit Wurf-Salto und Flic-Flac, bringen dabei alle zum Lachen und bekommen viel Applaus.

Dottergelb ist das Sweatshirt des jungen Mannes, der an der Stange der Schwerkraft trotzt und mit einem gelben Riesenball Kunststücke in der Vertikalen vorführt. Atemberaubend ist auch die Vorstellung eines jungen Geflüchteten auf seinem Rola-Bola: er baut ganze Türme und Regale unter sich auf und erklimmt schließlich noch eine Leiter auf rollender Unterlage. Drei Jongleure lassen gelbe, grüne und blaue Bälle und Ringe durch die Luft wirbeln bis sich die Farben vermischen. Und im Finale ergießt sich ein bunter Konfettiregen über die Künstler.

Evi Thiermann

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