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Die Förderkreis-Vorstände (v.li.) Jochen Carl, Hans Vollhardt und Helmut Stalla haben der Wanderausstellung Lokalkolorit gegeben und sie damit besonders sehenswert gemacht.  

Neue Ausstellung im Waldmuseum Ebersberg

Unsichtbare Schätze im Boden

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Man sieht sie nicht, aber sie sind da. Bodendenkmäler erinnern an lange vergangene Zeiten, an Rituale, an Behausungen, an den Tod. Im Museum Wald und Umwelt in Ebersberg wird am Freitag, 31. März, um 19.30 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt.

Ebersberg – „Denkmal im Wald“ ist die Schau mit Bildtafeln, einigen Exponaten aus dem Landkreis und vier Filmen überschrieben.

Mit einem allgemeinen Teil hat das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan den Rahmen für die neue Ausstellung im Waldmuseum gesteckt. Rund 55 000 Bodendenkmäler gibt es Bayern. Mehrere tausend davon liegen im Wald. Die ältesten haben 30 Baumgenerationen überlebt und mehr als 100 Menschengenerationen.

Denkmäler sind Symbole der Erinnerung: Ob vorgeschichtliche Grabhügel, keltische Viereckschanzen, Burgruinen, Grenzsteine, Wegespuren oder Holzkohlemeiler: Sie alle haben Spuren im Wald hinterlassen, die vielleicht nicht einfach zu finden sind. Aber sie sind da. Und sie sind erhaltenswert. Genau darauf will die Wanderausstellung aufmerksam machen. Und sie will Lust machen, genau hinzuschauen.

Das ist auch das Anliegen des Förderkreises für das Museum Wald und Umwelt und die Umweltstation Ebersberger Forst. Der Verein rund um die Vorstände Hans Vollhardt, Jochen Carl und Helmut Stalla hat die Wanderausstellung um einen zweiten, lokalen Teil erweitert. Eineinhalb Jahre haben sie überlegt und zusammengestellt. Das sehenswerte Ergebnis ist jetzt ausgestellt.

„Auch im Landkreis Ebersberg gibt es zahlreiche Bodendenkmäler“, erklärt Hans Vollhardt bei der Vorbesichtigung. „Wir haben einige exemplarisch herausgesucht.“ Die Keltenschanze bei Alxing zum Beispiel hat Jochen Carl fotografisch ganz genau unter die Lupe genommen. Ein anderes Beispiel ist die Römerstraße durch den Forst. Auch sie wird eingehend behandelt. Interessant ist darüber hinaus die Vorstellung der verschiedenen wissenschaftlichen Methoden, wie man überhaupt Bodendenkmäler finden kann. Sie werden ausführlich dargestellt.

Zu den Schautafeln hat der Förderkreis auch einige Exponate gestellt, einige Originale, sogar Knochenfunde sowie Repliken archäologischer Highlights. Den römischen Bacchus zum Beispiel oder den Widder von Sempt.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung wird am Freitag, 31. März, um 19.30 Uhr eröffnet und läuft bis zum 30. Juni. Geöffnet ist Samstag, Sonntag, Feiertag von 11 bis 18 Uhr.

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