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An dieser Stelle ereignete sich im Oktober der schlimme Unfall, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde.

Offener Brief an die Verantwortlichen

Nach schwerem Unfall fordert Radfahrer-Club: Handelt endlich!

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Der Unfall  war verheerend: Ein Radfahrer war am Radweg an der Schwabener Straße, dort wo eine Straße nach Hohenlinden abbiegt, unter einen Lastwagen geraten und schwer verletzt worden. Jetzt ist die Debatte um die Sicherheit am Klostersee in Ebersberg neu entbrannt.

Ebersberg– Zu Erinnerung: Der 65-jährige Mann war Ende Oktober bergauf in nördlicher Richtung unterwegs, als ihn ein entgegenkommender Radfahrer streifte und zu Sturz brachte. Der Radweg ist an dieser Stelle zu schmal. Die Behörden wissen das, sehen aber keinen Handlungsbedarf. Das hat jetzt den Allgemeinden Deutschen Fahrradclub (ADFC) auf den Plan gerufen. Er fordert die Verantwortlichen in einem offenen Brief auf, endlich zu handeln.

Die Radwege im Landkreis Ebersberg hätten viele enge und unübersichtliche Stellen, die Wege seien oft unzusammenhängend. „Dass dies sehr gefährlich sein kann, zeigt der kürzliche Unfall auf der Schwabener Straße“, schreibt der ADFC an Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU). Und: „Der Unfall wäre vermeidbar gewesen, denn die Unfallstelle ist, wie Sie bei der Ortsbegehung feststellen durften, genau so eine Kombination aus Enge, Unübersichtlichkeit und Ende des Radwegs.“

Im oberen Bereich verlaufe der Radweg erhöht unter Gebüsch. Von hier aus könne man den Verkehr auf der Straße nicht sehen. Außerdem sei der Weg dort meist feucht oder mit rutschigen Blättern bedeckt. Ein Radfahrer müsse hier vorsichtig sein, seine Aufmerksamkeit liege primär auf dem Weg und nicht auf dem Straßenverkehr. Unterhalb dieses Abschnitts verlaufe der Radweg s-förmig – zuerst nach links zur Straße hin und dann unten vor den Häusern nach rechts. Dadurch sei die Unfallstelle von oben kommend nicht einsehbar.

Ein wesentlicher Kritikpunkt des ADFC: „Direkt an der Ampel verengt sich der Radweg auf 1,40 Meter – wohlgemerkt für Radfahrer aus beiden Richtungen und Fußgänger. Laut Straßenverkehrsordnung müsste die lichte Breite hier mindestens 2,50 Meter betragen. Zusammengefasst: Dort, wo die Radfahrer besonders schnell sind, ist der Radweg von oben für Radfahrer sowie Autofahrer schlecht einsehbar und außerdem unzulässig schmal.“ Der ADFC kritisiert aber nicht nur, er präsentiert in dem Schreiben auch Lösungsvorschläge: Wenn die bergab fahrenden Radfahrer bereits oberhalb der Böschung auf einen Radfahrstreifen neben der Straße geleitet würden, seien sie für den Autoverkehr besser zu sehen, das Gefälle sei flacher, der Wechsel auf die Straße sei unproblematischer und sie kämen den bergauf fahrenden Radfahrern nicht in die Quere. Wenn man die Böschung rechts der Straße durch eine Mauer ersetzen würde, müsste der Platz für einen zusätzlichen Radfahrstreifen reichen.

Darüber hinaus wird vorgeschlagen: Bergauf könne ebenfalls rechts neben der Straße ein Radfahrstreifen eingerichtet werden, die Böschung biete den nötigen Platz. Oben, am Ende des Steilstücks, könnten die Radfahrer dann die Straße an einer übersichtlichen Stelle sicher überqueren und auf den bestehenden Radweg wechseln. Der Ampelmast sollte versetzt werden, z.B. in die Mauer.

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