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Hände weg vom Ebersberger Forst: Das fordern mehrere Naturschutzvereine.

“Last den Forst in Ruhe“

Naturschützer warnen: Ebersberger Forst wird kaputt gebaut

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Jetzt reicht es ihnen – wieder einmal. „Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst!“ fordern mehrere Naturschutzvereinigungen aus dem Landkreis Ebersberg in einer gemeinsamen Petition.

Landkreis – Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst, Landesbund für Vogelschutz LBV Ebersberg, die Bürgerinitiative St2080 - Schwaberwegen und Moos und der verein Landschaftsschutz Ebersberger Land jaben eine Online-Petition gestartet, mit der sie an Landrat und Kreistag appellieren, den Ebersberger Forst in Ruhe zu lassen. Sowohl Umfahrung von Schwaberwegen oder auch Windenergiegewinnung im Ebersberger Forst: Nicht mit den beteiligten Vereinen. Sie hoffen nun auf möglichst viele Unterzeichner der Online-Petition.

Kerstin Mertens, die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst: „Seit mehr als 50 Jahren ist es engagierten Bürgern immer wieder aufs Neue gelungen, den Ebersberger Forst in seiner uneingeschränkten Größe zu schützen und zu bewahren. Die jetzt geplante Schwaberwegener Umfahrung der ST2080 im Norden und Windkraftanlagen inmitten des Ebersberger Forstes können nur umgesetzt werden, wenn sein Status als Landschaftsschutzgebiet aufgehoben wird.“ Der Ebersberger Forst sei aufgrund seiner einzigartigen, unzerschnittenen Größe zum Landschaft-sschutzgebiet erklärt worden, er ist Bannwald, Wasserschutzgebiet und im Süden und Osten FFH-Gebiet.

Mertens: „Die Realisierung auch nur einer dieser Baumaßnahmen würde einen Präzedenzfall schaffen, der weiteren Begehrlichkeiten Tür und Tor öffnet und das grüne Herz des Landkreises Ebersberg unwiederbringlich zerstört. Meine dringende Bitte an Mitbürger ist, sich dagegen zu wehren, sowie unsere Petition ‚Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst!‘ zu unterstützen. Ihre Stimme zählt!“ die Initiatoren der Petition appellieren an Landrat Robert Niedergesäß und an den Kreistag, die Landschaftsschutzverordnung im Ebersberger Forst nicht zugunsten von Straßen, Windrädern oder sonstiger Bauprojekte aufzuheben oder Ausnahmegenehmigungen (z.B. Freigabe von Zonen) zu erteilen.

Begleitet wird der Aufruf durch einen Info-Flyer, den die Post demnächst an die Haushalte im Landkreis verteilt. Darin wird über die Bedeutung des Landschaftsschutzgebiets als Naherholungsmöglichkeit, Klimaanlage, Staubfilter und Trinkwasserspeicher für die ganze Region und über die aktuellen Bauvorhaben und ihre Auswirkungen informiert.

Kerstin Mertens: „Als größtes zusammenhängendes und unzerschnittenes Waldgebiet außerhalb der Alpen ist unser Forst einzigartig in Bayern. Das macht ihn so wertvoll für uns Menschen und für die Tiere und Pflanzen unserer Heimat. Wirtschaftliche oder lokale Einzelinteressen müssen demgegenüber zurückstehen.“

Im Info-Flyer wird erläutert, was den Ebersberger Forst akut gefährdet und was jeder Einzelne tun kann, um ihn zu schützen. Insbesondere alle Landkreisbewohner sind aufgerufen, der Petition „Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst!“ per Internet unter www.openpetition.de/!ebersbergerforst oder postalischer Rückantwortkarte ihre Stimme zu geben.

Die Initiatoren Sie werden die Petition im Anschluss an Landrat Niedergesäß und den Kreistag übergeben, die über den seit mehr als 30 Jahren bestehenden Status des Ebersberger Forstes als Landschaftsschutzgebiet entscheiden.

Außerdem laden die Naturschutzverbände alle Interessierten am 21. September ab 19 Uhr in die Ebersberger Alm zu einer Podiumsdiskussion ein. Politiker, Wissenschaftler, Naturschützer, Umweltrechtsexperten sowie Forstfachleute sprechen zum Thema „Landschaftsschutzgebiet und Bannwald Ebersberger Forst“.   

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