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So sieht der Entwurf für die Bahnhofstraße aus: neue Wohn- und Geschäftshäuser sollen hier auf der Ostseite enstehen.

Neue Häuser an der Bahnhofstraße

Angst um den Blick auf die Ebersberger Stadtpfarrkirche

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Ebersberg - Mit Beziehungen ist das so eine Sache. Nicht jedem sind alle gleich wichtig. Noch dazu wenn es sich um Blickbeziehungen handelt. Etwa jene, die man vor sich hat, wenn man in Ebersberg die Bahnhofstraße stadteinwärts fährt und rechterhand die Stadtpfarrkirche St. Sebastian in ihrer vollen Pracht bewundern kann.

In der Bahnhofstraße klafft ein Loch, das derzeit als Parkplatz genutzt wird. Hier soll gebaut werden.

Dass das bald nicht mehr möglich sein wird, befürchtet Gerd Otter. Er sitzt für die Freien Wähler im Stadtrat 15und kämpft für den Erhalt der freien Sicht auf das Gotteshaus, auch wenn die Ostseite der Straße neu bebaut ist. Das soll nämlich bald geschehen, weil die Stadt hier eine Lücke schließen will, die seit Jahrzehnten besteht.

Die Kommune fühlt sich im Einklang mit den Experten der Städtebauförderung, die Wert darauf legten, „dass das, was im direkten Umfeld des Marienplatzes passiert zu unserer Stadt und zum Zentrumsquartier passt“, formulierte Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) im vergangenen Jahr in einer Sitzung des Technischen Ausschusses des Stadtrats. Insofern sei die Bahnhofstraße als eine Art Verlängerung des Stadtherzens Marienplatz zu sehen und möglichst „innenstadtangemessen“ zu gestalten.

Gerd Otter, Stadtrat der Freien Wähler in Ebersberg.

Nach dem Willen des Stadtrats sollen auf dem seit langem mehr oder minder brach liegende Areal gegenüber der Tiefgarageneinfahrt des E-EinZ vier großzügige Mehrfamilienhäuser entstehen – Tiefgarage und Platz für Ladengeschäfte oder Gastronomie im Erdgeschoss eingerechnet. Damit ein Einkaufsbummel dort auch realistisch wird, muss ein breiter Gehweg her, sind sich die Stadträte mit dem Stadtkernplaner Klaus Molenaar einig. „Unser Ziel ist es, einen Straßenraum zu schaffen, der langfristig als attraktiver Geschäftsbereich mit hoher Aufenthaltsqualität genutzt werden kann, wenn irgendwann kein Schwerlastverkehr mehr durchs Zentrum rollt“, sagte Molenaar einst im Technischen Ausschuss.

In jener Sitzung war es Otter, der lautstark Widerspruch erhob. „Viel zu dicht und massiv“ sei die geplante Bebauung. Mitstimmen durfte er nicht, weil er als Anwohner von der Entscheidung ausgeschlossen war. Er hofft, dass sich nun viele Ebersberger im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans zu Wort melden. Die Pläne könnten im Rathaus eingesehen werden, der Stadtrat müsse sich später mit Einwendungen der Bevölkerung beschäftigen.

Otter legt Wert auf die Feststellung, dass er nichts gegen die Neubauten habe. Es sei vielmehr ganz in seinem Sinne, dass das Areal ordentlich überplant werde. Doch sollten die Häuser so angeordnet und in der Höhe ausgeführt werden, dass der Blick auf St. Sebastian nicht verschwinde. Denn der ist in den Augen des FW-Stadtrats „einmalig“.

Info:  Der Vorentwurf des Bebauungsplans liegt noch bis 2. Februar zu den üblichen Öffnungszeiten des städtischen Bauamts im Rathaus aus. Stellungnahmen der Bevölkerung können schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden. Sie werden geprüft und fließen in das weitere Verfahren ein.

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