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Die alte Schulturnhalle an der Floßmannstraße soll nächstes Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Neue Turnhalle in der Ebersberger Flossmannstraße

Sport im ersten Stock

Ebersberg - Schon seit zwei Jahren steht fest: Die Turnhalle an der Floßmannstraße wird abgerissen und neu gebaut. Doch über die Monate haben sich die Prioritäten ein wenig verschoben. Es wurde umgeplant.

Was zunächst nur als gern gesehenes Zuckerl angedacht war, spielt mittlerweile eine maßgebliche Rolle bei der Planung: Die räumlich aus allen Nähten platzende Mittagsbetreuung der Grundschule soll im Neubau ordentlich Platz finden.

Um das zu verwirklichen, haben sich die Planer von ihrer ursprünglichen Idee entfernt, auf die neue Turnhalle einen Mehrzweckraum zu setzen, der unter anderem von der Schülerbetreuung genutzt werden könnte. Damit dieser Raum nämlich nicht von den bisherigen Zimmern der Mittagsbetreuung abgetrennt ist, soll das Konzept kurzerhand umgedreht werden. Will heißen: die Schülerbetreuung bekommt im Parterre eine 190 Quadratmeter große Mensa samt Küche, Toiletten, Lagerraum und Freigelände. Und obendrauf kommt die Turnhalle mit 15x27-Meter-Spielfeld. Über einen Eingang von der Bürgermeister-Müller-Straße wäre die Halle für Veranstaltungen und TSV-Training von außen erreichbar, ohne das Schulhaus zu betreten. Durch einen Aufzug im Haupteingangsbereich könnte nicht nur der Anbau, sondern das gesamte Schulhaus barrierefrei gestaltet werden.

Alexander Bär, Leiter der Grund- und Mittelschule Ebersberg, hat sich bei der Planungsvorstellung in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Sozial- und Kulturausschusses im Stadtrat zufrieden gezeigt. Der Rektor hatte im Vorfeld für die Nachmittagsbetreuung in seinem Haus gekämpft. Schon heute sind 140 Kinder bei der Schülerbetreuung angemeldet, ab Januar werden es 150 sein.

„Momentan essen sie in vier verschiedenen Räumen zu Mittag“, berichtete Peter Hölzer, Leiter der Nachmittagsbetreuung, den Stadträten. Sehnlichst werde daher eine große Mensa erträumt, die 100 Kinder fassen kann und somit ein Mittagessen in zwei Schichten ermöglicht. Die Lage wird sich in den nächsten Jahren zuspitzen, denn immer mehr Kinder sollen nachmittags betreut werden. „Die Entwicklung ist eindeutig“, sagte Hölzer. Auch gebundene Ganztagesklassen seien eventuell ein Trend der Zeit. Selbst wenn nun erst einmal Grafing den Testballon Ganztagesklasse fliegen lässt. „Mittelfristig steht die Prüfung auch in Ebersberg auf der Planungsagenda“, sagte Schulleiter Bär.

Doch nicht nur die Schule und die Schüler sollen von der neuen Planung profitieren. Martin Schedo, Vorsitzender des TSV Ebersberg und CSU-Stadtrat, ist begeistert. Denn dadurch, dass die Halle ins Obergeschoss rückt, wird eine Wandhöhe von knapp sieben Metern statt der zunächst geplanten 5,50 Meter erst möglich. Die Außenhöhe des Anbaus wird etwa 1,50 Meter höher als die Traufe des Altbaus liegen, jedoch noch immer unterhalb dessen Firstes. Für Wettkämpfe sei das Spielfeld zwar zu klein, da müssten die Dreifachhalle und die an der Baldestraße herhalten. Dennoch: Eine neue Halle mit vernünftiger Höhe bedeute „eine erhebliche Verbesserung für den Trainingsbetrieb unserer zehn Abteilungen“, sagte Schedo. „Aus Sicht des Sports wäre mir am liebsten, die Bagger würden schon morgen anrollen.“

Bis es voraussichtlich im nächsten Jahr soweit sein wird, müssen jedoch noch ein paar Hürden genommen werden, auch wenn die Ausschussmitglieder alle für das neue Nutzungskonzept die Hand hoben. „Von außen wird es sicher nicht schöner, aber das ist dann Sache des Technischen Ausschusses. Und vom Geld her wird es auch nicht schöner, aber das ist Sache des Finanzausschusses“, sagte Grünen-Stadtrat Philipp Goldner.

Uta Künkler

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