Bürgermeister Ulrich Proske (vorne) verlegte die Bürgerversammlung auf den Nachmittag.
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Bürgermeister Ulrich Proske (vorne) verlegte die Bürgerversammlung auf den Nachmittag.

Ebersberger Bürgerversammlung mit neuem Format und im Internet übertragen – Zahlreiche Wortmeldungen

Neuer Marienplatz bleibt Dauerthema

  • Michael Seeholzer
    VonMichael Seeholzer
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Neuer Termin, neue Uhrzeit, neues Format: Bei der Ebersberger Bürgerversammlung war heuer einiges anders. Ein Thema war der Dauerbrenner Marienplatz.

Ebersberg - Bürgermeister Ulrich Proske ermüdete seine Zuhörer nicht mit einem ellenlangen Rechenschaftsbericht, sondern teilte ihn in Themenblöcke, und nach jedem Block hatten die Bürger Rederecht. Der Effekt waren zahlreiche Wortmeldungen, was die Veranstaltung im Alten Speicher lebendig machte. Zusätzlich hatten die Bürger die Gelegenheit, die Veranstaltung im Internet mitzuverfolgen.

Bauvorhaben, Waldsportpark, Hallenbadsanierung, die Neugestaltung des Marienplatzes, Wasserversorgung, Straßenverkehr, Breitband und Klimaschutz waren die wichtigsten Themen des Nachmittags. Normalerweise findet die Bürgerversammlung sonst im November und am Abend statt. Diesmal war es ein Nachmittag, und wenn auch das schöne Wetter eher zu einem Ausflug einlud, fanden sich doch zahlreiche Zuhörer ein, um sich an der Diskussion zu beteiligen oder Fragen zu stellen. Auch im Chat der Internetübertragung wurden Fragen an die Stadt und ihren Bürgermeister gerichtet, etwa was die Möglichkeit einer Tiny-House-Siedlung in Ebersberg betrifft.

Ebersberg wächst weiter

Ebersberg wächst weiter. Das war dem Bericht des Bürgermeisters zu entnehmen, der in diesem Zusammenhang die Innenstadt, den Schwedenanger, die Ortsteile Gmaind, Langwied, sowie die Stadtteile Friedenseiche und Hörmannsdorf erwähnte. 4,4 Millionen Euro sind für die Neugestaltung des Waldsportparks veranschlagt, was zwar viel Geld sei, das jedoch gut angelegt sei angesichts des zahlreichen ehrenamtlichen Engagements, das dort stattfinde. Da könne man sich glücklich schätzen, so Proske. Etwa doppelt so viel Geld werde die Sanierung des Hallenbades kosten, das „auf den Rohbauzustand zurückkompressort wurde“. Weil aber immer mehr Kinder nicht mehr schwimmen könnten, sei ein Hallenbad so wichtig.

Die Neugestaltung des Marienplatzes bleibt ein Dauerthema in Ebersberg. Schlechte Nachricht: Die Stromleitungsinfrastruktur gibt es dort nicht her, Ladestationen für Elektroautos zu installieren. Das wurde vom Stromversorger mitgeteilt. Eine Nachfrage aus der Bürgerschaft zielte darauf, dann wenigstens Ladestationen für Elektrofahrräder zu errichten. „Das habe ich auf dem Schirm“, versprach Proske. Auch Parkplätze für Motorräder „wären nicht schlecht“, lautete ein weiterer Vorschlag. Eine Nachfrage gab es auch zu den fehlenden Toiletten am Ebersberger Bahnhof, was derzeit leider der Schließung des DB-Stores geschuldet sei, wie der Bürgermeister informierte.

Wasser: Im Notfall auf sicheren Beinen

Proske ist froh, dass nach Fertigstellung der Ringleitung mit der Nachbarstadt Grafing die Ebersberger Wasserversorgung im Notfall auf sicheren Beinen stehe. Umfangreiche Kanalbaumaßnahmen jedoch würden auch ihren Niederschlag bei den Gebühren finden. „Da werden wir darüber reden müssen.“

Zahlreiche Wortmeldungen befassten sich mit dem Thema Verkehr – unter anderem auch mit einem Kreisel am Amtsgericht, dessen Machbarkeit geprüft werden soll. Unklar sei nach wie vor, ob der Platz dafür ausreiche. Auf „viele, viele Baustellen“ müssten sich die Kreisstädter demnächst im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau einstellen, warnte der Bürgermeister. Demnächst auf Suche gehen wird die Stadt nach möglichen Standorten für Windräder. Sie will dabei auch Flächen identifizieren, „wo überhaupt nicht und warum dort nicht“ gebaut werden könne. „Das soll aber keine Verhinderungsplanung sein“, versprach Proske.

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