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Ohne Risiko: Der Haushalt der Stadt Ebersberg 2017

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Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Oder: Vorsichtig ist der Kämmerer der Stadt Ebersberg. Riskante Investitionen soll es 2017 nicht geben. 

Ebersberg – „Die Stadt steht finanziell auf guten Beinen“, sagt Ebersbergs Kämmerer, Wolfgang Napieralla. Er legte den Haushalt für dieses Jahr mit einem Gesamtvolumen von 43,5 Millionen Euro im Stadtrat vor. Einstimmig wurde er angenommen. Ein Wort fiel in der Sitzung am Dienstagabend oft: solide.

Solide Zahlen für die kommenden Monate also. Heißt: Keine großen Investitionen wie in den vergangenen Jahren, alleine die Generalsanierung der Schulen schlug in der Vergangenheit mit 17 Millionen Euro zu Buche, die Schulden stiegen. 5,7 Millionen Euro förderte der Freistaat.

In diesem Jahr sind die größten Ausgaben unter anderem für die Schule, den Neubau einer Turnhalle, den Ankauf von Einheimischenbauland, den Ausbau der Breitbandversorgung und für die Sanierung des Gemeindehauses in Oberndorf geplant. Kosten: 11,3 Millionen Euro. Kredite sind in einer Höhe von 3,5 Millionen Euro vorgesehen, wobei 1,7 Millionen Euro für den Erwerb des Einheimischenbaulandes sind. 2018 sollen Parzellen verkauft werden, damit soll der Kredit getilgt werden. Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) sagte, dass es ein Haushalt zum „Durchschnaufen“ sei.

Elisabeth Platzer (SPD) lobte, es sei das Ergebnis guter Arbeit im Stadtrat. Sie kritisierte aber, dass Projekte fehlen, in die zukünftig investiert werden müsste: Waldsportpark, Kindergarten St. Sebastian und Klimaschutz. Hans Hilger (Freie Wähler) forderte, Schulden zu reduzieren. 

Rubriklistenbild: © dpa

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