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Lagebesprechung in der Inspektion (v.l.): Thomas Hamper, Inspekteur der bayerischen Polizei, Walter Kimmelzwinger, Polizeipräsident Oberbayern Nord, der Grafinger Landtagsabgeordnete Thomas Huber (CSU), Innenminister Joachim Herrmann, Landrat Robert Niedergesäß, und Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz (CSU).

Polizeiinspektion Ebersberg

Endlich mehr Personal – aber nur auf Raten

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Ebersberg - Die Ebersberger Polizeiinspektion bekommt Nachschub – aber nur auf Raten. Das kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann nach einem Besuch der Inspektion an. Den hatte der Grafinger Landtagsabgeordnete Thomas Huber (CSU) eingefädelt.

Grund zur Kritik daran, wie die Ebersberger Polizeibeamten bei knappester Personaldecke ihre Arbeit versehen, sah der Innenminister nicht: „Wie die Kriminalitätsstatistik zeigt, können sich die Bürgerinnen und Bürger im Einzugsbereich der Polizeiinspektion Ebersberg sehr sicher fühlen. Das liegt in allererster Linie an der hervorragenden Polizeiarbeit der Beamten vor Ort“, lobte Herrmann als oberster Dienstherr.

Damit dies auch künftig so bleibe, werde der PI Ebersberg bei der nächsten Stellenverteilung im September ein zusätzlicher Beamter zugewiesen. „Ein weiterer wird im März 2017 folgen“, kündigte der Innenminister an, der damit einer Bitte von Thomas Huber nachkam, der so argumentierte: „Gerade der Landkreis Ebersberg ist mit rund 2000 Neubürgern pro Jahr der am stärksten wachsende Landkreis ganz Deutschlands.“ Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher aus Ebersberg hatte sich für eine Verbesserung der Personalsituation in der Inspektion eingesetzt (wir berichteten).

Die Ebersberger Beamten sind aufgrund der angespannten Personalsituation einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt und schieben viele Überstunden vor sich her. Huber hatte in den letzten Monaten deshalb wiederholt auf die Notwendigkeit weiterer Stellenzuteilungen hingewiesen. Bereits zum 1. März wurde der Inspektion ein Beamter mehr zugewiesen – dazu kommen die beiden weiteren neuen Stellen in den kommenden Monaten. Den Landtagsabgeordneten freut’s: „Diese Personalzuweisungen tragen zu einer merklichen Entlastung der Inspektion bei“, so Huber.

Der CSU-Politiker hält es für notwendig, „dass zur Prävention von Einbrüchen auch die ‚Eigensicherung‘ der Bürger gefördert werden muss“. Denn obwohl im Jahr 2015 die Gesamtzahl der Delikte im Landkreis mit 4231 (Vorjahr 4519) rückläufig gewesen sei, habe die Zahl der Wohnungseinbrüche im selben Zeitraum von 127 auf 149 zugenommen – und das bei einem Rückgang der Aufklärungsquote von 6,3 auf 3,4 Prozent. „Diese Zahlen zeigen meines Erachtens deutlich, dass wir mehr Personal brauchen, um die Beamten angemessen zu unterstützen. Die Sicherheit für die Bevölkerung muss auch weiterhin auf einem hohen Niveau gewährleistet bleiben“, so Huber.

Obwohl der Landkreis Ebersberg vergleichsweise sicher sei, könne die „gefühlte Sicherheit“ der Menschen unter gestiegenen Einbruchszahlen und Überfällen auf Banken und Geschäfte leiden. Selbstverständlich, so Huber weiter, sei die Bekämpfung der Einbruchskriminalität auch in Zukunft eine der Hauptaufgaben der Polizei, „und genau das erwarten die Bürgerinnen und Bürger auch zurecht.“

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