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Auszeichnung für das „Ebersberger Kleeblatt“ (Von rechts): Gesundheitsministerin Melanie Huml und Prof. Dr. med. Günter Schlimok, (Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft) übergeben den 3. Platz des Bayerischen Krebspatienten-Preises 2017 an Dr. Cornelia Caspari und Prof. Dr. Cornelia Höß, Chefärztin und Leiterin des Brustzentrums an der Kreisklinik Ebersberg. 

Psychosoziales Nachsorgeprojekt der Kreisklinik überzeugt Jury

Patientenpreis für Ebersberger Kleeblatt

Anerkennung für ein Ebersberger Projekt. Die Bayerische Krebsgesellschaft hat in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern und dem VdK Bayern den Bayerischen Krebspatienen-Preis 2017 im Foyer des Bayerischen Rundfunks vergeben.

Ebersberg – Ausgezeichnet wurde dabei auch das psychosoziale Nachsorgeprojekt im Brustzentrum Ebersberg, das „Ebersberger Kleeblatt“.

Der Bayerische Krebspatienten-Preis unter der Schirmherrschaft von Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, wurde im Jahr 2015 im Rahmen des 90-jährigen Bestehens der Bayerische Krebsgesellschaft ins Leben gerufen.

Seitdem werden alle zwei Jahre Kliniken in Bayern ausgezeichnet, die nachhaltige und übertragbare Konzepte für eine bessere psychoonkologische Versorgung von Krebspatienten an der Schnittstelle stationär – ambulant entwickelt haben.

„Krebspatienten brauchen gerade nach der Entlassung aus der Klinik eine nachhaltige psychosoziale Unterstützung, um mit den sozialen und seelischen Folgen der Erkrankung besser umgehen zu können. Hier sehen wir nach wie vor großen Handlungsbedarf, auch wenn sich die medizinische und psychoonkologische Versorgung in den Krankenhäusern in den letzten Jahren durch die Zertifizierung von Krebszentren deutlich verbessert hat“, betonte Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft.

Der Bayerische Krebspatienten-Preis 2017 ist mit 5000 Euro dotiert. Er wurde im Frühjahr 2017 an rund 400 bayerische Kliniken mit onkologischen Abteilungen ausgeschrieben.

Die eingereichten Projekte wurden durch eine fachkundige Jury nach folgenden Kriterien beurteilt: Integration ins interne Entlass-Management und Qualitätsmanagement, Vernetzung mit regionalen Akteuren, Kommunikation mit Patienten, Nachhaltigkeit, z. B. im häuslichen Umfeld, einfache Übertragbarkeit und Innovation.

So unterstützen die prämierten Projekte Krebspatienten nach Abschluss der akuten Krebsbehandlung bei der Rückkehr in den Alltag und bei der psychosozialen Krankheitsbewältigung und integrieren bereits bestehende psychoonkologische Angebote wie z. B. die ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft und ihre Selbsthilfegruppen.

Ausgezeichnet mit zwei 1. Preisen, dotiert mit jeweils 2000 Euro, wurden diese Konzepte: Projekt beWEGungEn Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Ruth Wagner und Carmen Pritzl. Die Laudatio auf den Preis sprach Jurymitglied Christian Bredl.

Ausgezeichnet wurde auch die Einführung einer onkologischen Pflegesprechstunde für Tumorpatienten im Caritas Krankenhaus St. Josef, Regensburg vertreten durch Margarete Reiter, stellvertretende Direktorin für Pflege- und Patientenmanagement. Die Laudatio auf den Preis sprach Christa Scholtissek.

Den 3. Preis, dotiert mit 1000 Euro, erhielt das Psychosoziale Nachsorgeprojekt für Krebspatienten – das „Ebersberger Kleeblatt“ Kreisklinik Ebersberg, Brustzentrum Cornelia Caspari, Die Laudatio auf den Preis sprach Günter Schlimok.

Mitglieder der Jury sind: Hermann Imhof (Bayerischer Patienten- und Pflegebeauftragter), Daniel Bahr (Bundesminister für Gesundheit a. D., Ressortleiter Allianz Private Krankenversicherung Christian Bredl (Leiter AG integrierte Versorgung Healthcare Bayern, Leiter Techniker Krankenkasse Bayern), Christa Scholtissek (Ärztin, Mitglied im Vorstand des Vereins IKARUS), Günter Schlimok (Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft) sowie Ortwin Thiel der Leiter der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs München. ez

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