Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Die alte Turnhalle an der Grundschule in der Floßmannstraße, die wegen statischer Probleme geschlossen werden musste, wird durch einen Neubau ersetzt. Heuer bleibt das Projekt noch in der Planungsphase. Foto: Stefan Rossmann

Sanierung und Neubau

Ebersberg packt die nächsten großen Brocken an

Ebersberg - Nach Stadtsaal, Mittelschule und Kindertagesstätte geht Ebersberg Turnhallenneubau und Hallenbadsanierung an. Das wurde bei der Vorberatung des Haushalts 2016 deutlich.

Nach den Jahren der großen Löcher im Stadtsäckel hat Ebersbergs Stadtkämmerer Wolfgang Napieralla bei der Haushaltsberatung im Finanzausschuss des Stadtrats den Räten am Dienstagabend einen nahezu ausgeglichenen Etat präsentiert. Ein Minus von 200 000 Euro ist im Verhältnis zu den Großausgaben der vergangenen Jahre lediglich ein kleiner Riss.

Aber ganz ohne Mühen ist das freilich nicht möglich: Die Pro-Kopf-Verschuldung wächst weiter. Der Stadtsaal ist fertiggestellt, die Mittelschule saniert, die Kindertagesstätte am Volksfestplatz eingeweiht, der neue Bahnhofsvorplatz schon fast ein alter Hut. Diese schweren Gewichte hat die Stadt bereits gestemmt. Bevor sie die nächsten aufnimmt (Turnhalle Floßmannstraße und Hallenbadsanierung), bleibt kurze Zeit zum Durchschnaufen. Dennoch steht alles „weiterhin im Lichte der Großinvestitionen“, sagte Napieralla.

Neue Turnhalle wird geplant

Dieses Jahr bleibt der Turnhallenneubau an der Grundschule Floßmannstraße zwar noch in der Planungsphase und schlägt daher mit 100 000 Euro noch kaum zu Buche (geschätzte Gesamtkosten: 2,6 Millionen Euro). Aber die „neuen“ Projekte rücken in greifbare Nähe. Ohne weitere Verschuldung käme die Stadt daher nicht klar, so Napieralla. Die Kreditschulden werden um gut 1 Million Euro auf knapp 17,8 Millionen Euro ansteigen. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1530 Euro. Diese liegt damit deutlich über dem Durchschnittswert vergleichbarer Gemeinden (knapp 1000 Euro).

Nicht schön, aber die Stadträte waren mit Napierallas Berechnungen trotzdem zufrieden. Schließlich waren sie vergangenes Jahr davon ausgegangen, dass noch 1,5 Millionen mehr aufgenommen werden müssten. Nach Jahren mit Finanzlücken in mehrstelliger Millionenhöhe entlockte die heuer angesetzte Lücke im Vermögenshaushalt über 200 000 Euro den Räten nur noch ein müdes Lächeln. Einnahmen im Vermögenshaushalt von 11,3 Millionen Euro stehen Ausgaben in Höhe von 11,5 Millionen Euro gegenüber. 

Wirtschaft in Ebersberg floriert

„An Solidität ist dieser Haushalt beispiellos“, kommentierte Brigitte Schurer (SPD) die akribische Arbeit und äußerst vorsichtige Einnahmenschätzung von Stadtkämmerer Napieralla. Die fehlenden 200 000 Euro seien vermutlich durch eine etwas optimistischere Einschätzung der Gewerbesteuereinnahmen mühelos zu schließen, meinte Bürgermeister Brilmayer. Die Wirtschaft in Ebersberg floriert. „Wenn’s weiterhin so läuft, kann es durchaus sein, dass wir noch etwas drüber liegen.“ Der Stadtkämmerer hat für 2016 Gewerbesteuereinnahmen von acht Millionen Euro angesetzt, im Jahr 2015 wurden tatsächlich 9,4 Millionen Euro eingenommen.

Positiv auf den Etat eingewirkt haben zudem steigende Einnahmen aus der Einkommensteuer sowie die Anhebung der Grundsteuer im vergangenen Jahr. Dem gegenüber stehen erheblich steigende Abgaben an den Landkreis (Kreisumlage) in Höhe von 7,2 (2015: 6,3) Millionen Euro. Die Mitglieder des Finanzausschusses haben den Haushaltsentwurf am Dienstag einstimmig beschlossen. Nun wird das Papier dem Stadtrat in seiner nächsten Sitzung im März zur weiteren Beratung vorgelegt.

Uta Künkler

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