+
„Wer glaubt, dass ich jetzt beleidigt die Hände in den Schoß lege, der irrt“. Ewald Schurer. 

Geschasster SPD-Bezirksvorsitzender gibt sich kämpferisch

Schurer wirft seinen Genossen Undank vor

  • schließen

Aus seinem Herzen macht Ewald Schurer keine Mördergrube. Dass er vor drei Wochen als SPD-Bezirksvorsitzender einfach abgewählt wurde, ärgert den Bundestagsabgeordneten immer noch erheblich. Doch er gibt sich kämpferisch.

Ebersberg– Aus seinem Herzen macht Ewald Schurer keine Mördergrube. Dass er vor drei Wochen als SPD-Bezirksvorsitzender einfach abgewählt wurde, ärgert den er Bundestagsabgeordneten immer noch erheblich. Und er bekennt, dass ihn die Niederlage gegen Florian Ritter sehr betrübt habe. Gleichzeitig stellt der Ebersberger jedoch klar: „Ich bin natürlich nach wie vor SPD-Kandidat im Wahlkreis Erding-Ebersberg und werde auch alles geben, möglichst viele Erststimmen zu holen.“

Dieser Hinweis ist ihm wichtig, „denn ich werde zurzeit oft darauf angesprochen, ob meine Karriere nun zu Ende ist“. Das ist sie nicht, denn Schurer steht auf Platz eins der Oberbayern- und auf Rang fünf der Bayernliste. „Damit werde ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch dem neuen Bundestag angehören.“

Gewählt wird am 24. September. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellt Schurer klar: „Wer glaubt, dass ich jetzt beleidigt die Hände in den Schoß lege, der irrt. Ich plane ab Juli einen sehr intensiven Wahlkampf.“ Er macht aber auch deutlich, dass er auf seine oberbayerischen Genossen, zumindest auf die, die ihn am 6. Mai gestürzt haben, immer noch stinksauer sei. Er wirft ihnen Undankbarkeit vor. „Bisher hatte die Oberbayern-SPD immer nur vier oder fünf Bewerber auf der Liste, obwohl aus diesem Bezirk ein Drittel aller bayerischen SPD-Stimmen kommt. Im Dezember ist es mir gelungen, sechs Kandidaten bis Platz 20 durchzubringen.“ Nur zwei Stimmen hatten Schurer zur Wiederwahl gewählt. Ihn schmerzt das auch deshalb, weil der Parteitag nicht nur in seiner Heimatstadt stattgefunden hatte, sondern es noch dazu seine letzte Amtszeit hätte sein sollen. „In meinen 14 Jahren als Bezirksvorsitzender habe ich aus einem subalternen Verein eine moderne Partei gemacht.“ Im Wahlkampf will Schurer keine Querschüsse abgeben. „Ich habe einigen Klärungsbedarf, aber das kommt erst nach der Wahl.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bordell verboten
Klare Regeln soll es für das mögliche künftige Gewerbegebiet nördlich der A 94 bei Parsdorf geben. „Ethisch bedenkliche Branchen“ wie Bordelle oder Waffenproduktion sind …
Bordell verboten
Rettungseinsatz am Bahnhof Grafing: Hubschrauber muss landen
Rettungseinsatz am Bahnhof Grafing: Am späten Montagnachmittag musste dort ein Hubschrauber landen. Der S-Bahn-Verkehr war offenbar nicht beeinträchtigt.
Rettungseinsatz am Bahnhof Grafing: Hubschrauber muss landen
Franziska aus Eglharting
Ein glückliches Trio: kein Wunder, dass sich Franziska erst einmal in den Tiefschlaf verabschiedet hat. In Papas Armen liegt sie warm und sicher. Das niedliche Mädchen …
Franziska aus Eglharting
„Ungeordneter Mastenwald“
Nach knapp 20 Jahren Wartezeit wird ab Frühjahr 2018 endlich Poings neue Bahnunterführung gebaut und im Zuge dessen der Bahnsteig umgestaltet. Vor dem Start der Arbeiten …
„Ungeordneter Mastenwald“

Kommentare