Mit Rettungsschlitten und Leiter versuchen zwei Einsatzkäfte sich dem verunsicherten Reh zu nähern, das mitten auf dem Egglburger See Kräfte sammelt.
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Mit Rettungsschlitten und Leiter versuchen zwei Einsatzkäfte sich dem verunsicherten Reh zu nähern, das mitten auf dem Egglburger See Kräfte sammelt.

Tierdrama am Egglburger See

Eisiger Kampf um ein Reh: Tier verirrt sich auf See und bricht ein - 30 Rettungskräfte im Einsatz

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Rund 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserwacht waren am Donnerstagabend am Egglburger See im Landkreis Ebersberg damit beschäftigt, ein Reh zu retten. Das Tier hatte sich auf die Eisfläche verirrt.

Ebersberg - Zunächst war das Reh nach Angaben des Ebersberger Feuerwehrkommandanten Christoph Münch im Bereich des Westufers eingebrochen. Versuche der herbeigerufenen Rettungskräfte, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien, scheiterten. Sie führten dazu, dass das Reh in Richtung Seemitte flüchtete, wo es erschöpft auf dem Eis liegen blieb.

Egglburger See: Reh verirrt sich auf Eisfläche und bricht ein - 30 Rettungskräfte im Einsatz

Die Feuerwehren aus Ebersberg, Egglburg und Glonn versuchten daraufhin, sich mit Boot und Rettungsschlitten zu nähern, um das Reh in Richtung Ufer zu treiben. Doch ein Fortkommen auf dem relativ dünnen Eis gelang nur mühsam.

Feuerwehrmänner bringen einen Rettungsschlitten ans Ufer des Sees.

Das Boot konnte aufgrund eines technischen Defekts nicht eingesetzt werden, Rudern war nicht möglich, für den Schlitten war die Tragfähigkeit des Eises zu gering. Schließlich zogen sich die Feuerwehrkräfte auch aufgrund der einsetzenden Dunkelheit zurück, damit das Reh auf dem Eis zur Ruhe kommt und Kräfte sammeln kann.

Egglburger See: Tierdrama nimmt glückliches Ende - Reh gerettet

Wie Kommandant Münch sagte, sei die Taktik aufgegangen. Das Tier habe es schließlich bis zum Ostufer des Sees geschafft, wo es sich im Schilfgürtel ausruhte. Dort habe man es aus den Augen verloren.  

Eine tierische Überraschung gab es kürzlich im bayerischen Bad Bayersoien: Dort schlich sich ein Reh heimlich in einen Heizungsraum - und machte es sich gemütlich. Weil es schon über sieben Jahre zusammen ist und immer noch keine Hochzeit ansteht, wurde das Pärchen Alexander Bitsch (25) und Sonja Weidel (29) aus Neufarn hingegen mit einem kuriosen Brauch überrascht - ausgerechnet am Valentinstag. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Ebersberg-Newsletter.

(Von Michael Acker)

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