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Blick vom Spielfeld aufs neue Vereinsgebäude am Ebersberger Waldsportpark. Die Pläne wurden von den Stadträten jetzt erstmals diskutiert

Pläne erstmals öffentlich diskutiert

So soll der neue Ebersberger Waldsportpark aussehen

Der TSV Ebersberg will am Waldsportpark neu bauen. Die in die Jahre gekommenen Gebäude müssten dafür zum Teil abgerissen werden.

Ebersberg– Seine Wünsche hat der Verein am Dienstagabend in der Sitzung des Technischen Ausschusses im Stadtrat präsentiert. Dessen Mitglieder waren grundsätzlich angetan, aber die auf 2,5 Millionen Euro geschätzten Kosten schmerzen.

Schilcht und modern: der Eingangsbereich des neuen Umkleidehauses.

„Viel Handlungsbedarf“ sieht Alexander Schmidmaier beim 50 Jahre alten Sportgebäude am Rande des Forsts. Der Ebersberger Architekt, der als Jugendtrainer im TSV aktiv ist, stellte seinen Entwurf im Rathaus vor. Das ganze Gebäude sei schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, begonnen bei den sanitären Anlagen: „Die Duschen gehen mal und mal nicht und dann laufen sie mal ein ganzes Wochenende lang.“ Die Liste der „Missstände da draußen“ sei lang. Dabei verberge sich darunter ein wahrer Schatz. „Wir haben da ein unglaubliches Juwel, das wir nur über Jahrzehnte hinweg nicht weiterentwickelt haben.“

Schmidmaier und der TSV Ebersberg wollen das Juwel Waldsportpark nun polieren. Dafür soll ein neues Umkleidehaus mit Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss gebaut werden. Während in Unter- und Obergeschoss neben einer Küche vor allem Kabinen-, Sanitär- und Mannschaftsräume untergebracht werden sollen, sieht der Architekt im Obergeschoss zwei je 80 Quadratmeter große Mehrzweckräume, die unter anderem von kleineren Sportgruppen des TSV „bespielt werden“ können, wie er sagte. Das ganze Haus soll Schmidmaiers Entwurf entsprechend barrierefrei werden, mit Behinderten-WC und Aufzug.

Im Keller sieht der Architekt einen Technikraum. Bisher wird per Strom geheizt, das neue Dach soll aber günstig für Photovoltaik geneigt sein. Außerdem müsse ein neuer Werkstatt- und Lagerschuppen für den Platzwart her. Realisieren will Schmidmaier das Gebäude, für das er sich eine Holzfassade wünscht, als Stahlbetonkonstruktion – das sei maximal robust, langlebig und kostengünstig. Dennoch kämen laut seinem Entwurf Baukosten von rund 2,5 Millionen Euro brutto zusammen.

Kein Pappenstiel, betonten die Räte. Zwar ließen sich die Kosten um eine Viertelmillion kürzen, wenn man auf den Keller verzichten würde. Doch davon rieten mehrere ab. „Wenn wir jetzt nicht unterkellern, haben wir die Gelegenheit für die nächsten 50 Jahre verpasst“, warnte Alois Lachner (CSU). Gerd Otter (FW) riet ebenso, man solle „auf keinen Fall Abstriche machen, sondern das Vorhaben mit dem vollen Wunschprogramm des TSV verwirklichen“.

Zunächst beraten die Fraktionen nun intern über das Projekt, bevor es wieder auf der Tagesordnung landet. TSV-Vorsitzender Martin Schedo beteuerte, dass der Verein sich nach seinen Möglichkeiten am Bau beteiligen werde – sowohl finanziell als auch durch handwerkliche Eigenleistung.

Den guten Willen der Sportler habe die Stadt erst vergangenes Jahr spüren können. Damals hatte nach einem Wasserschaden das Jugendstadion am Waldsportpark abgerissen werden müssen. „Der TSV hatte hier bewusst keinen Zuschussantrag an die Stadt gestellt, um das Projekt nicht zu behindern“, sagte Schedo, der dem Gremium als CSU-Stadtrat sonst selbst angehört.

Relativ gelassen schloss Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) die Diskussion über den Erstentwurf: „Diese 2,5 Millionen Euro werden am Waldsportpark ohnehin nur die ersten sein, weil man da draußen noch einiges mehr vorhat.“

Uta Künkler

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