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So viele Parteibücher wie noch nie gibt die SPD aus.

Ungewöhnlich viele Neu-Eintritte in die Partei

SPD im Landkreis Ebersberg wächst – der GroKo wegen

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Die SPD im Landkreis Ebersberg verzeichnet einen ungewöhnlich starken Mitgliederzuwachs. Was mit dem anstehenden Mitgliederentscheid zur GroKo zusammenhängen dürfte.

Landkreis – NoGroKo! Der SPD-Nachwuchs, die Jungsozialisten (Jusos), im Landkreis Ebersberg macht mobil gegen die anvisierte Koalition aus Union und SPD; nicht nur bei Facebook. Magdalena Wagner ist stellvertretende Vorsitzende des Jusos Ebersberg. Die 26-Jährige sagt, eine Große Koalition würde die SPD noch mehr kaputt machen, das „Profil der Partei geht noch mehr verloren“.

Die letzte Chance sehen die Jusos darin, bei einem Mitgliederentscheid aller SPD-Parteigenossen gegen den Koalitionsvertrag zu stimmen.

Die Abstimmung der 463 723 SPD-Mitglieder soll vom 20. Februar bis zum 2. März stattfinden. SeitNeujahr sind 24 339 Neumitglieder in der Partei verzeichnet worden, heißt es von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Vor allem auch, wie vermutet wird, weil die Jungsozialisten damit werben und hoffen, dass die Große Koalition doch noch verhindert werden könne.

Im Landkreis Ebersberg gab es von 1. Januar bis 6. Februar, der Stichtag, bis zu dem Neumitglieder über den Koalitionsvertrag mit entscheiden dürfen, 43 Neueintritte. Daniel Kalteis, Geschäftsführer des SPD-Kreisverbandes, spricht davon, dass die „Menge neuer Parteimitglieder nicht normal ist“. Ob die neuen Mitglieder nur eingetreten sind, um die GroKo zu verhindern, könne Kalteis nicht sagen. Er schätze die Situation im Kreis zwiegespalten ein. Eine klare Linie der derzeit 525 Parteimitglieder, ob für oder gegen die Koalition, gebe es nicht. Nur so viel: Begeistert dürfte davon niemand sein. „Es ist natürlich keine Wunschkoalition für die Mitglieder.“ Die Differenzen zur Union seien laut Kalteis sehr groß. Dennoch gebe es einige Genossen, die nun sagen, man müsse Verantwortung übernehmen und in die Koalition gehen. Und das Regieren allemal besser sei als Nichtregieren. Andere würden sich offen gegen die GroKo aussprechen, das seien nicht nur junge Mitglieder.

Von den 43 Neueintritten kommen übrigens nur wenige aus den Reihen der Jusos und auch das Alter der Neu-SPDler variiere. In den kommenden Wochen soll es im Kreis Informationsveranstaltungen der Partei geben. „Eine klare Empfehlung ob für oder gegen die GroKo gebe es bisweilen im Verband nicht, sagt Kalteis. Der Koalitionsvertrag sei bereits an die Mitglieder verschickt werden, er könne nun geprüft werden. Für Magdalena Wagner aus Egmating indes dürfte das überflüssig sein. Die Wahl der Juso-Frau steht fest. NoGroKo!

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