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Fahrgäste am Bahnhof in Ebersberg. Wenn es nach der SPD geht sollen sie eine weitere Haltestelle bekommen. 

Neuer Vorschlag zur ÖPNV-Verbesserung

SPD-Stadtrat will zweiten Bahnhof für Ebersberg

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Der Ebersberger SPD-Stadtrat Christoph Münch will einen zweiten Bahnhof für die Kreisstadt. Er meint, das sei billiger als ein Ausweichgleis.

Chrstoph Münch, SPD-Stadtrat

Ebersberg– Anstelle eines Ausweichgleises zwischen Grafing und Ebersberg setzt die SPD auf den Bau eines zweiten Bahnhofs in der  Kreisstadt. Das teilte der Ebersberger SPD-Stadtrat Christoph Münch am Montag mit. Er empfiehlt, die in den 1970er-Jahren verworfene Planung eines Bahnhofs Ebersberg Süd-West zu thematisieren und über die Wiederaufnahme des Vorhabens nachzudenken.

Eine Doppelspurinsel, bei der Züge auf einem längeren zweigleisigen Abschnitt aneinander vorbeifahren können, mache einen Ausbau der Bahnstrecke auf mehreren Kilometern erforderlich, sagt Münch. Dies sei teuer und dauere in der Umsetzung wegen der notwendigen Planungen und des Grunderwerbs länger als der Bau eines kurzen, zweigleisigen Abschnitts, in dem ein Zug stehen bleibt und der entgegenkommende Zug auf dem zweiten Gleis am stehenden Zug vorbeifährt.

Möglichst nah am Stadtgebiet

 „Der Bau einer solchen kurzen Ausweichstelle, die es beispielsweise in Steinhöring gibt, ist somit leichter in naher Zukunft realisierbar. Sollte eine kurze Ausweichstelle mit Zughalt gebaut werden, ist es naheliegend, an dieser Stelle einen Bahnhof zu errichten, um den ohnehin notwendigen Halt des Zuges zu nutzen“, argumentiert der SPD-Stadtrat weiter. Damit der Bahnhof angenommen werde, sollte er so nahe wie möglich am Stadtgebiet liegen. Hierfür böte sich der südlich der Straße „Im Augrund“ gelegene Streckenabschnitt an. Der Bahnhof wäre an dieser Stelle vor allem für die Bewohner des Stadtteils Süd-West zu Fuß und mit dem Fahrrad gut erreichbar.

Münch: Chancen hoch wie nie

Münch ist sich darüber klar, dass die Vision eines zweiten Bahnhofs nicht in naher Zukunft umgesetzt werden könne. Die Chancen, mittelfristig einen zweiten Bahnhof zu errichten und die Attraktivität des ÖPNV zu steigern, seien momentan aber hoch wie nie. Münch: „Was manchem heute noch als Utopie erscheint, könnte in einigen Jahren bereits mehrheitsfähig sein. Der von Philipp Goldner im Jahr 2007 vorgeschlagene Tunnel für eine Ortsumfahrung schien vor einigen Jahren noch unrealistisch, während eine Tunnelvariante als Ortsumfahrung heute die größte Akzeptanz findet.“

Schon 2015 forderte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) das Ausweichgleis.

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