Vielerorts gibt es bereits Bewegungsparks. Auch für Ebersberg wurde ein solcher vorgeschlagen.
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Vielerorts gibt es bereits Bewegungsparks. Auch für Ebersberg wurde ein solcher vorgeschlagen.

Pro Ebersberg erntet Beifall für Forderung nach Konzept, das alle Bevölkerungsgruppen einbezieht

Spielplatz für junge, alte und behinderte Menschen

  • Michael Seeholzer
    vonMichael Seeholzer
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Die Fraktion von Pro Ebersberg im Ebersberger Stadtrat will die Spielplatz-Situation in der Kreisstadt verbessern. Nicht nur für Kinder, sondern auch für altere und behinderte Menschen. Im Sozialausschuss stieß ihr Antrag auf Wohlwollen.

Ebersberg – „Nicht nur ne Schaukel und einen Sandkasten“ stellt sich der Ebersberger Stadtrat Dominic Mayer (Pro Ebersberg) vor, wenn er an einen gelungenen Kinderspielplatz denkt. Und auch Ratskollegin Susanne Schmidberger (Grüne) möchte „keine Alibi-Spielplätze“. Mayer wünschte sich ein Spielplatzkonzept für das ganze Gemeindegebiet und erntete in der jüngsten Sozialausschusssitzung dafür einstimmigen Beifall.

Proske: Manchmal hilft nur der Abriss

Die Stadt Ebersberg betreibt einigen Aufwand, um ihre Spielplätze sicher und in Schuss zu halten. Manchmal allerdings hilft nur der Abriss. Bürgermeister Ulrich Proske berichtete davon, dass die „Tarzanbahn auf der Hupfauer Höhe abgebaut“ werden musste. Auch von der Beseitigung einer Rutsche berichtete er, weil sich die Kinder an ihr verletzten konnten. Um solche Situationen zu vermeiden, beschäftige die Stadt „zwei zertifizierte Spielplatzbeauftragte“. Und die sind momentan dabei, eine Bestandsaufnahme zu machen. „Das läuft seit zwei Wochen“, informierte Proske. Er wies freilich auch darauf hin, dass ein Spielplatz immer ein Konfliktpotential berge, etwa dann, „wenn bis um 21 Uhr der Basketball dröhnt“. Die Interessen der Anlieger müssten berücksichtigt werden, sagte der Bürgermeister.

Spielplatzkataster soll erstellt werden

Gegenstand des Antrags von Pro Ebersberg war zunächst einmal die Erstellung einer Bestandsaufnahme, also einer Art Spielplatzkataster, aus dem Informationen über Zustand, Ausstattung und Frequentierung der städtischen wie auch privaten Spielplätze und Freizeitflächen hervorgehen. Das sei zum Teil bereits abgearbeitet, berichtete Stadtjugendpfleger Peter Hölzer in der Sitzung. Aufbauend auf dieser Bestandserhebung soll dann ein Sanierungs- und Erweiterungskonzept entwickelt werden. Dabei rückte zum Beispiel die Ausbesserung des Basketballfeldes an der evangelischen Kirche in den Blickpunkt. Auch die Eltern sollen ein Mitspracherecht bekommen. Marina Matjanovski (CSU) erinnerte im Sozialausschuss daran, dass es bereits vor längerer Zeit einen Versuch gegeben habe, einen Spielplatz südlich der Bahnlinie in Ebersberg auf den Weg zu bringen. Antragsteller seien damals die Frauen Union und die Junge Union gewesen, weshalb die CSU den Antrag von Pro Ebersberg gerne unterstütze, so Matjanovski.

Neue Standorte

Neue Standorte könnte sich Pro Ebersberg aber nicht nur südlich der Bahnlinie, sondern auch an der Friedenseiche VIII vorstellen, ebenso wie eine Erweiterung des Öffnungszeiten der Sportfläche an der Mittelschule. Im Antrag enthalten war der Vorschlag, dass dem Sozialausschuss einmal im Jahr über den Umsetzungsstand und einen etwaigen neuen Bedarf berichtet werden soll. In der Begründung wurde daran erinnert, dass es in Ebersberg Quartiere gebe, die „nicht über ein ausreichendes oder gar kein Angebot“ verfügten. Dabei seien Kinderspielplätze und Freizeiteinrichtungen „wichtige Bausteine für das soziale Miteinander in der Stadt Ebersberg“. Wichtig sei auch, so Pro Ebersberg, dass bei einer Sanierung oder Neuplanung „der generationenübergreifende Aspekt“ berücksichtigt werde. Möglich wäre demnach die Schaffung von „Motorik- und Bewegungsparks, die ein Angebot für alle Altersgruppen enthalten“. Ein Spielplatz für Jung und Alt. Matjanovski fügte hinzu, dass es noch eine weitere Gruppe gebe, die Berücksichtigung finden müsse. Spielplätze müssten so gestaltet werden, sagte sie, dass auch Kinder mit Behinderung dort spielen könnten. Das wäre dann ein Spielplatz für wirklich alle.

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