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Ein altes Fahrrad landet im Altmetall-Container: Die Stadt ist mit dem neuen Wertstoffhof in Langwied zufrieden.

Stadträte zufrieden

Neuer Wertstoffhof erfreut Ebersberg und lockt Fremde an

Ebersberg - Die Stadt Ebersberg ist rundum zufrieden mit der Verlegung des Wertstoffhofes vor etwa eineinhalb Jahren nach Langwied. Nicht nur, dass die Angestellten verbesserte Arbeitsbedingungen loben. Auch rein rechnerisch macht sich die neue Sammelstelle positiv bemerkbar. 

Berufstätige, die samstags Rasen mähen und Hecken schneiden und dann alle Abfälle zum Wertstoffhof bringen wollen, müssen schon sportlich sein, wenn sie in Ebersberg wohnen. Das zumindest hat CSU-Fraktionssprecher Martin Schedo in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses des Ebersberger Stadtrats gesagt. Denn auch am neuen Wertstoffhof in Kumpfmühle haben die Ebersberger dafür am Samstag nur bis zwölf Uhr Zeit. Zu kurz, meinen die Stadträte und wollen nun eine Verlängerung der Öffnungszeiten prüfen lassen.

„Mindestens zwei Stunden am Samstag mehr, bitte“, forderte Schedo. Schließlich ist samstags sozusagen die Rush-Hour am Wertstoffhof, wie der Bericht von Agnes Gehrer von der Stadtverwaltung offenlegte. Demnach kommen unter der Woche im Schnitt 26 Personen pro Stunde zur Sammelstelle, während samstags 57 Personen pro Stunde ihren Müll entsorgen wollen. Die Folgen sind Staus und übervolle Container.

Abgesehen von den Öffnungszeiten aber ist die Stadt offenbar rundum zufrieden mit der Verlegung des Wertstoffhofes vor etwa eineinhalb Jahren. Nicht nur, dass die Angestellten verbesserte Arbeitsbedingungen loben und man nun zusätzliche Servicebereiche wie die Güterbörse für Gebrauchtwaren oder den so genannten Öli-Eimer für Altöle einrichten konnte, die zuvor an der beengten Sammelstelle an der Ulrichstraße keinen Platz gefunden hatten.

Auch rein rechnerisch macht sich die Verlegung offenkundig positiv bemerkbar. „Wir haben eine Steigerung des Umsatzes zum Teil um mehr als 100 Prozent“, sagte Gehrer weiter.

Natürlich habe sich die Einwohnerzahl nicht plötzlich verdoppelt, ergänzte sie. Also habe man sich in der Stadtverwaltung Gedanken über die Gründe für diese Steigerung gemacht. Zum einen sei wohl das bequeme Anfahren und Ausladen für die Beliebtheit des neuen Wertstoffhofes verantwortlich.

„Viele, die früher lieber zur Deponie gefahren sind, kommen jetzt zum Wertstoffhof“, sagte Gehrer. Ein neues Kassensystem und mehr Übersichtlichkeit täten ihr Übriges zur Umsatzsteigerung. Und dann wären da noch die Bürger anderer Gemeinden, die die Sammelstelle anfahren. Etwa 13 Prozent der Gäste am Wertstoffhof kämen aus den Nachbargemeinden, allen voran Steinhöring. Das habe eine Zählung im Herbst ergeben, sagte Gehrer. Was jedoch nicht schlimm sei, sondern „tolerierbar“, da die Kommune je nach Wertstoff eine Nullrechnung oder sogar Gewinne bei der Entsorgung schreiben könne.

Dies wiederum sei ebenfalls eine Errungenschaft der neuen Sammelstelle. Denn ein neues Verdichtungssystem und größere Container ermöglichten Kosteneinsparungen durch deutlich weniger Lasterfahrten zur Entsorgungsstelle. Außerdem mache sich die Überdachung der Container bezahlt, so Gehrer. Denn die Stadt zahlt bei der Entsorgung nach Gewicht und mit Regenwasser vollgesogenes Papier und Holz sei nunmal deutlich schwerer als trockenes.

Uta Künkler

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