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Das Museum Wa ld und Umwelt auf der Ebersberger Ludwigshöhe steht unter Denkmalschutz. 

Sterbeglöckchen für Photovoltaikanlage am Museeum läuten

„Investition ins Nichts“

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Die Zeichen stehen nicht gut für eine Photovoltaikanlage auf dem Ebersberger Museum Wald und Umwelt. Für die Idee, einst von den Grünen entwickelt, läuten die Sterbeglöckchen.

Ebersberg – Eine herkömmliche Anlage lässt sich auf dem Dach des Museums nicht verwirklichen – da spricht der Denkmalschutz dagegen. Die Sonnenstrahlen könnten aber mit sogenannten In-Dach-Kollektoren aufgefangen werden, das sind Solarmodule, die den Blechverkleidungen im Traufbereich bei historischen Gebäuden nachempfunden werden. Das Problem im Fall des Ebersberger Museums sind allerdings die Kosten, die hier anfallen würden.

Diese wurden in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses von einem Ingenieurbüro vorgerechnet. Am Ende müsste die Stadt rund 55 000 Euro für die Anlage hinblättern und das bei einer zu erwartenden Stromausbeute von fünf Kilowatt. In dem Preis ist auch ein Zwischenspeicher für rund 14 500 Euro enthalten, der die Sonnenenergie bereithält, wenn es dunkel ist. In die Höhe getrieben werden die Kosten, dass von den Kollektoren auf dem Dach bis zum Zähler auf der anderen Seite des Gebäudes eine relativ weite Strecke zurückgelegt werden müsste.

Für 60 000 Euro habe man an der Realschule Vaterstetten eine Anlage verwirklicht, die 30 Kilowatt liefere, verwies der Planer auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Im Ebersberger Fall würden sich die Ausgaben wohl auch in 30 Jahren nicht amortisieren.

Das hinderte Grünen-Stadträtin Renate Will nicht daran, noch einmal eine Lanze für das Vorhaben zu brechen. „Dass das Museum nicht wirtschaftlich arbeitet, das wissen wir alle, das macht uns nicht reich“, sagte sie. Aber man könne dort exemplarisch zeigen, was im Sinne der Energiewende möglich sei, man könne eine Prototypen für Photovoltaik auf denkmalgeschützen Häusern errichten.

Der Widerspruch aus den anderen Fraktionen ließ nicht lange auf sich warten. SPD-Stadträtin Elisabeth Platzer sagte sinngemäß, mit der Anlage würde man dokumentieren, dass Photovoltaik nicht wirtschaftlich sei, das sei dem Auftrag des Museums „eher abträglich“. Auch 3. Bürgermeister Josef Riedl (CSU) meldete Widerstand an: „Das können wir der Bevölkerung nicht vermitteln.“ Das sei eine „Investition ins Nichts“, dafür sei er nicht zu haben. Stadträte hätten den Auftrag wirtschaftlich zu handeln. Gerd Otter von den Freien Wählern meinte, er habe keine Lust im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes zu landen. Jeder solle sich doch einmal fragen, ob er bei diesen Gegebenheiten als Privatmann investieren würde.

Das Thema wird nun erneut in den Fraktionen beraten, bevor es zu einem Beschluss im Stadtrat kommt. 

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