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Trotz Geldsorgen: Genossen glauben an Windpark-Projektierer Green City

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Von: Michael Acker

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Ein Windrad in Bayern.
Die SPD im Landkreis Ebersberg glaubt fest daran, dass Green City die Windräder im Ebersberger Forst verwirklichen wird. © Armin Weigel

Die Green City AG ist in finanzielle Schieflage geraten. Für die SPD im Landkreis Ebersberg kein Grund zur Sorge. Die Genossen glauben fest an den Projektentwickler.

Landkreis – Dass die Green City AG, die im Ebersberger Forst bis zu fünf Windräder bauen möchte, in finanzielle Schräglage geraten ist, schreckt die SPD im Landkreis Ebersberg nicht sonderlich. Während Landrat Robert Niedergesäß (CSU) von einer unerfreulichen und „beunruhigenden Nachricht“ sprach, die da in den Weihnachtsfrieden hinein platzte, fürchten die Genossen keine Konsequenzen für das umstrittene Projekt im Forst.

„Das Vorhaben zu verzögern oder gar zu stoppen, wäre ein Bruch mit dem Klimaziel des Landkreises, bis 2030 ohne fossile Energieträger auszukommen. Im Gegenteil, wir müssen das Projekt endlich beschleunigen, da es sowohl ökologisch wie auch ökonomisch nach wie vor äußerst lukrativ ist“, sind sich SPD-Kreisvorsitzende Doris Rauscher und der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Albert Hingerl einig. Für die Energiewende im Landkreis seien die fünf Windräder ein essenzieller Bestandteil und ein unverzichtbarer Ansporn für die gemeindlichen Initiativen für weitere Windkraftanlagen.

Unternehmen sagt: Kein Grund, Handlungsfähigkeit infrage zu stellen

Green City selbst hatte gegenüber der EZ geäußert, die Projektgesellschaft, die die Windräder im Forst plane, sei nicht Teil der drei Konzern-Untergesellschaften, die am 17. Dezember per Ad-hoc-Meldung Aktionäre und Kreditgeber vor drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung warnen mussten. „Unseren Geschäftsbetrieb führen wir unverändert fort“, versprach ein Unternehmenssprecher. „Das gilt auch für die Projektentwicklung des Windparks im Ebersberger Forst.“ Es gebe derzeit keinen Grund, die operative Handlungsfähigkeit des Unternehmens infrage zu stellen. Man arbeite an einem Restrukturierungskonzept, das in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Januar vorgestellt werden soll.

„Der enorm gestiegene finanzielle und zeitliche Aufwand für die Genehmigungsverfahren“ dürfte das Hauptproblem für die finanziellen Probleme des Unternehmens sein, meint der energiepolitische Sprecher der Kreis-SPD, Sepp Mittermeier. „Zur Erreichung der Klimaziele müssen laut Bundesregierung jedes Jahr ca. 1500 Windräder gebaut werden. Deswegen kämpfen wir seit Jahren dafür, dass in Bayern die 10H-Regel fällt und die Genehmigungsprozesse deutlich vereinfacht und beschleunigt werden“, ergänzt SPD-Kreisrätin, Bianka Poschenrieder. Die Genossen sind sich sicher, dass Green City die Schwierigkeiten in den Griff bekomme. Für sie sei die AG nach über zehn Jahren Zusammenarbeit weiterhin Wunschpartner für das Projekt im Ebersberger Forst, hieß es.

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