1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg
  4. Ebersberg

Ebersberger träumen von Campus im Wald

Erstellt:

Kommentare

Die Angebote des TSV Ebersberg, hier F-Jugend-Fußballer, werden sehr gut angenommen.
Die Angebote des TSV Ebersberg, hier F-Jugend-Fußballer, werden sehr gut angenommen. © Stefan Rossmann

Corona hat dem Sport nicht geschadet. Ganz im Gegenteil, die Nachfrage nach Angeboten sei hoch wie nie. Der TSV Ebersberg wünscht sich mehr Hallenkapazitäten für den Breitensport und als langfristiges Ziel einen Campus am Waldsportpark.

Ebersberg - Wegen der starken Nachfrage müsse das reichhaltige Angebot des TSV Ebersberg weiter ausgebaut und professionalisiert werden, sagte Max Weigl, Sportlicher Leiter des TSV Ebersberg, im Sozialausschuss des Stadtrats. Für die 2550 Mitglieder und ihre 160 Übungsleiter – davon 80 mit Trainerlizenz – gebe es derzeit 85 Indoor-Angebote und 65 Outdoor-Angebote. Dieses breite Angebot – für alle Altersklassen und jedes Leistungsniveau – führe aber auch zu Herausforderungen, denen man sich stellen müsse.

Max Weigl TSV Ebersberg
Max Weigl, TSV Ebersberg, wünscht sich als Übergangslösung eine Traglufthalle. © pke

Da es viele neue Mitglieder gebe, bräuchte man vor allem mehr Kapazität in den Hallen. Da die Turnhallen tagsüber durch die Schulen belegt sind, ab 2025 mit der verpflichtenden Ganztagsbetreuung voraussichtlich noch stärker ausgelastet sein werden, postulierte Weigl den dringenden Wunsch nach einer zusätzlichen Dreifachturnhalle für den Verein in Ebersberg, zumindest in langfristiger Hinsicht. „Wir sind an der Grenze der Auslastungsmöglichkeit,“ artikulierte er unmissverständlich. Außerdem seien die bestehenden Hallen ohnehin zu klein. Sein kurzfristiger Wunsch: die Stadt möge eine temporäre Traglufthalle zur Verfügung stellen. Weigls Traum: am Waldsportpark könnte ein Waldsport-Campus entstehen, der alle sportlichen Bedürfnisse stille, auch Bereiche wie Gesundheitssport und Fitness.

Sport ist Lebensgefühl, Sport ist Lifestyle

Längst habe ein sportlicher Wandel stattgefunden, erklärte er, Sport habe sich zu einem Lebensgefühl, zu einem Lifestyle entwickelt. Zukünftig ginge es zudem um die Verzahnung von Sport mit Bildung bzw. Betreuung, außerdem um ein inklusives und interaktives Sportangebot, das weiter ausgebaut werden müsse. Dass dies alles nicht durch ehrenamtliche Tätigkeit abzudecken sei, stehe darüber hinaus außer Frage. Mehr hauptamtliches Personal wurde gleich mitgefordert.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Ebersberg finden Sie auf Merkur.de/Ebersberg.

Für Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos) kein Novum: „Wir wissen das. Es ist gehört. Schauen wir mal.“ Sport, so der Rathauschef, sei in der Tat „wahnsinnig wichtig“ – und eigentlich längst keine freiwillige Leistung der Kommune mehr, sondern eine Pflichtaufgabe. Gemeinderat Martin Schedo (CSU), seines Zeichens auch 1. Vorssitzender des TSV, unterstrich Weigls Vortrag: „Es geht nicht mehr ehrenamtlich.“ Qualität koste einfach Geld. Stefan Mühlfenzl (SPD), selbst aktiver Sportler, unterstrich diese Sicht. Man brauche Mut zur Professionalisierung, sagte er. Schließlich, so ergänzte Marina Matjanovski (CSU), seien die Turnhallen Treffpunkt und sicherten den sozialen Frieden. pke

Ebersberg-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Ebersberg-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Ebersberg – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare