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Die Eberhardstraße in Ebersberg soll sicherer werden. Dieser Wunsch wurde in der Bürgerversammlung geäußert.

Verkehr in Ebersberg

Bürgerwünsche bleiben unerhört

Ebersberg – Eine ganze Reihe an Hausaufgaben in Sachen Verkehrssicherheit haben die Besucher der Bürgerversammlung im Dezember 2015 der Stadt Ebersberg aufgegeben. Im Großen und Ganzen werden die Wünsche der Bürger nicht erfüllt.

Die Stadtverwaltung hat über die Antworten von Straßenbauamt Rosenheim und Landratsamt Ebersberg in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Stadtrats informiert.

Gleich mehrere Wortmeldungen in der Bürgerversammlung hatten den Status Quo der Ortsdurchfahrt entlang der Eberhardstraße (Staatsstraße 2080) bemängelt. Etwa sei die Fahrbahnmarkierung insbesondere im Bereich des Klostersees im Dunkeln schlecht sichtbar und biete dem Autofahrer nur wenig Orientierung. Angeregt wurde eine weiße Markierung der Randsteine.

Für die Staatsstraße ist das Staatliche Bauamt in Rosenheim zuständig. Von diesem heißt es in einem Schreiben an die Stadtverwaltung Ebersberg: „In Ortsdurchfahrten wird zwischenzeitlich bewusst auf die Markierung des Mittelstreifens verzichtet. Aus empirischen Untersuchungen ist bekannt, dass hierdurch aufmerksamer und langsamer gefahren wird.“ Auch hell markierte Fahrbahnränder wären kontraproduktiv. Eine Erneuerung oder Verbesserung der Markierung sei daher nicht angezeigt.

Außerdem hatte ein Besucher auf der Bürgerversammlung einen neuen Zebrastreifen über die Eberhardstraße auf Höhe der Abt-Williram-Straße beantragt. Diesem Begehren will das Landratsamt nicht entsprechen. In seiner Antwort heißt es: „Die Eberhardstraße hat vom Marienplatz bis zum Klostersee eine Länge von 700 Metern. Hier gibt es drei durch Ampeln gesicherte Überwege. Eine weitere Querungshilfe (aufgrund der Örtlichkeit könnte dies nur eine Ampel sein) ist daher weder nötig noch möglich. Die Notwendigkeit einer Querung auf Höhe der Abt-Williram-Straße wird sich nur sehr selten ergeben.“ Ampeln könnten außerdem nur aufgestellt werden, wenn beidseitig ein Gehweg vorhanden ist, dieser fehlt an der Ostseite.

Noch zwei weitere Stellen im Stadtgebiet hätten die Ebersberger gerne mit Zebrastreifen versehen. Auf der Bürgerversammlung regten sie Querungshilfen über die Eichthalstraße vor dem Parkplatz des Einkaufszentrums sowie an der Amtsgerichtskreuzung an. Aus beiden Wünschen wird wohl nichts. Zebrastreifen in der Eichthalstraße sind nach Ansicht des Landratsamtes Ebersberg nicht möglich. „Fußgängerüberwege können nur eingerichtet werden, wenn eine gewisse Verkehrsstärke in der Spitzenstunde nicht erreicht wird“, heißt es zur Begründung aus der Kreisbehörde. Außerdem seien Zebrastreifen ohnehin häufig kein geeignetes Mittel zur sicheren Überquerung einer Straße. „Meist ist es sicherer, wenn sich ein Fußgänger nicht auf den Vorrang verlässt.“

An der Amtsgerichtskreuzung sei das Verkehrsaufkommen in Spitzenzeiten ebenfalls „eindeutig zu hoch für Zebrastreifen“, heißt es vom Landratsamt. Fußgänger hätten bei allen vier Ästen der Kreuzung jeweils nur einen Fahrstreifen zu überqueren – auch schwächeren Verkehrsteilnehmern sei das problemlos möglich. An drei Seiten stehen Mittelinseln, die Straße unter der Bahn gilt als einspurig.

Uta Künkler

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