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Seit sechs Jahren wird am Volksfestplatz in Ebersberg Beachvolleyball gespielt. Jetzt sollen weitere Sportarten im Sand dazukommen.

Am Volksfestplatz

Ebersberg soll „Beach-Arena“ bekommen

Ebersberg - Von Beachvolleyball werden die meisten Ebersberger schon einmal gehört haben, vielleicht sogar von Slacklining und Bouldern. Aber wie sieht es mit Beach-Handball, Beach-Fußball oder Beach-Tennis aus? Auch diese Sportarten sollen am Volksfestplatz bald möglich sein.

Geht es nach Michael Linke und Christian Schmidt von der Ebersberger Ü-40-Sportgruppe mit dem sprechenden Namen „Bänderbruch“ sollen die bisherigen Beachvolleyball-Plätze hinter der Volksfesthalle zu einer großräumigen Beach-Arena erweitert werden

Seit sechs Jahren existiert der Beachvolleyball-Platz mit zwei Spielfeldern nordöstlich der Volksfesthalle. Der Platz ist zwar rundum umzäunt, aber durch offen stehende Tore für jeden jederzeit frei zugänglich. Die Gruppe „Bänderbruch“ kümmert sich seit Jahren ehrenamtlich um die Instandhaltung des Platzes, gräbt den Sand regelmäßig um, hält die Anlage sauber, übernimmt kleinere Reparaturen. Auch wenn es manchmal Knochenarbeit sei, „das machen wir gerne, weil es uns am Herzen liegt“, beteuert Schmidt. Mittlerweile wird der Platz laut Schmidt von verschiedenen Teams und Freundesgruppen so gut angenommen, dass die Volleyball-Abteilung des TSV ihn teilweise kaum mehr richtig nutzen könnte. Kein Wunder, meint Schmidt: „Der Platz ist ein Super-Standort, nicht zu nah und nicht zu weit von der Innenstadt, gut einsehbar, nah an der S-Bahn und mit einem großen Parkplatz.“ Linke, Trainer der in der TSV-Abteilung Volleyball angesiedelten Gruppe „Bänderbruch“, und Physiotherapeut Schmidt haben ihre Erweiterungswünsche dem Stadtrat in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Sozial- und Kulturausschusses vorgestellt. Sie möchten den Platz Richtung Süden auf mehr als die doppelte Fläche vergrößern sowie um Basketballkörbe, kleine Fußballtore, ein Materiallager, eine Slackline-Befestigung zum Balancieren und eine Boulderwand zum Klettern in geringer Höhe ohne Seil ergänzen.

„So eine Fläche ist eine absolute Bereicherung für Ebersberg, auch für den TSV“, lobte Martin Schedo, CSU-Stadtrat und TSV-Vorsitzender, die Idee. Er habe bereits mit Abteilungsleitern und Trainern im TSV gesprochen, und viele hätten großes Interesse angemeldet. Auch Schmidt hat dem Projekt bereits Nachdruck verschafft. „Wir haben die Unterschriften von 600 Ebersbergern, dass sie den Platz gerne nutzen würden“, sagte er. Die Pläne haben die beiden Sportler schon ausgetüftelt. Um diese den Stadträten möglichst schmackhaft zu machen, betonten sie die Bezahlbarkeit ihrer Wünsche. Denn für die Kosten aufkommen müsste die Stadt Ebersberg. So könne man alte Zaunteile wiederverwenden. Außerdem sei die Anlage „äußerst wartungsarm“, wie Linke sagte. Denn die Gruppe „Bänderbruch“ werde sich weiterhin um den Platz kümmern. Alles in allem kämen auf die Stadt Investitionskosten von etwa 80 000 Euro zu.

Ganz so günstig glaubt Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) nicht davon zu kommen. „Ich sehe da schon noch ein paar Hürden“, sagte er. Am dringlichsten sei zunächst ein Gespräch mit dem Grundstückseigentümer. benso will er eine Kostenschätzung veranlassen. Denn grundsätzlich wäre die Beach-Arena „eine Superidee“, wie die Stadträte einstimmig votierten.

Uta Künkler

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