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CSU und SPD fahren in Grafing auf . Der AfD fehlt derweil eine Ecke - die Polizei ermittelt daher.  

Plakate wohin das Auge reicht

Wahlwerbung: AfD ärgert sich - Polizei ermittelt

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Im Landkreis Ebersberg sprießt die Parteiwerbung. In welcher Kommune die CSU richtig stark wirbt und wieso die AfD richtig sauer sein dürfte. 

Landkreis - Der Bundestagswahlkampf geht in die heiße Phase: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Herausforderer Martin Schulz ziehen durch die Republik. Im Landkreis tauchen immer mehr Wahlplakate der Parteien auf. 21 sind es an der Zahl, die der Wähler in Bayern am 24. September zur Auswahl hat.

Welche Partei wann und wie ihre Werbung in den Gemeinde im Landkreis anbringen darf, entscheidet oft eine Plakatierverordnung. Und diese variiert von Kommune zu Kommune. Dürfen die Parteien beispielsweise in der Stadt Ebersberg die typischen Aufsteller, die jeder vom Straßenrand, von Laternen oder Schildern kennt, erst vier Wochen vor der Wahl aufbauen, können in Grafing die Politiker schon vier Wochen früher – und damit vier Wochen länger – werben. Übrigens: Am meisten wirbt in Grafing die CSU.

Spitzenreiter ist Grafing

Wie viele Aufsteller die politischen Gruppierungen für ihre mehr oder weniger Inhalte platzieren dürfen, ist unterschiedlich. So darf in Kirchseeon jede Partei (offiziell) zehn Plakate aufbauen. In Markt Schwaben sind es schon mehr: 25 Aussteller sind erlaubt, teilt Katrin-Maria de Laporte von der Verwaltung mit. Bis auf zwei Ausnahmen: um das Rathaus und in der Innenstadt am „Marktplatz“. Spitzenreiter sollte Grafing sein. Dort dürfen nach Auskunft des Ordnungsamtes pro Partei 40 Plakatständer angebracht werden. Außer am Marktplatz. Übrigens: Nachgezählt würden die Plakate nicht – oder nur sporadisch.

Warum sich die AfD ärgert

Eine andere Regelung gibt es bei den großen Plakatwänden – das sind zum Teil extra von den Bauhöfen aufgestellte Wände. An diesen dürfen die Parteien in Absprache mit der Verwaltung ihre Papiere ankleben. Außer in Ebersberg. Die Plakatierung übernimmt gleich die Stadt selber. Damit sei alles besser unter Kontrolle, heißt es aus dem Rathaus. Sechs Standorte für solche Wände sollte es in der Kreisstadt geben – fünf sind es tatsächlich. Am Standort am Bahnhof seien Plakate immer wieder heruntergerissen worden. 

Politische Plakate schmecken nicht allen - die Polizei in Ebersberg kennt dieses Phänomen. Insbesondere Wahlplakate der AfD würden immer wieder beschädigt und entfernt. Das sei Sachbeschädigung, es werde ermittelt. Im Stadtgebiet von Grafing und Ebersberg seien in den letzten Tagen vermehrt Wahlplakate durch unbekannte Täter zerstört worden, teilt die Polizei mit.

Wie ein AfD-Politiker das Metal-Festival in Wacken für seine Werbung nutzte. 

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