Berichte: Schüsse und Verletzte in Straßburg - Bewohner sollen zu Hause bleiben

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(Un)Schönes Wochenende

Wie ein Telefonanbieter seinem eigenen Kunden das Internet klaut

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Jeder kennt den Spruch am Telefon: Wir hätten da ein super Angebot für Sie. Was passieren kann, wenn man das Angebot (eines scheinbar seriösen Unternehmens) annimmt, hat unser Autor in seiner Wochenend-Glosse aufgeschrieben. 

Man soll im Fluss einfach nicht die Pferde wechseln. So einleuchtend diese Redensart ist, so überraschend ist doch die Tatsache, dass diese Weisheit offensichtlich auch für den Datenfluss gilt. Der tiefere Wahrheitsgehalt lässt sich unschwer an einem Beispiel erläutern, dessen Details uns nur zu gut bekannt sind.

Angefangen hat alles mit den seltsamen Anrufen eines ominösen Klinkenputzers, der dem Nachwuchs einer Grafinger Familie partout eine Änderung des bestehenden Telefonvertrags der Eltern aufschwatzen wollte. Seine Penetranz wurde nur noch übertroffen von seiner technischen Unkenntnis, was sich daran ablesen ließ, dass er eine Datendurchsatzrate versprach, die in dem Quartier technisch so ohne weiteres überhaupt nicht möglich ist.

Neuer Router, kein Netz

Der Familienvater als eigentlicher Anschlussnehmer beschwerte sich beim Kundendienst der rosaroten Truppe über dieses Geschäftsgebaren und bekam die freimütige Auskunft, dass sich unter den Subunternehmern eben auch schwarze Schafe befänden. Pech gehabt. Ein neuer Vertrag kam mit dem seriöseren Teil des Unternehmens dann doch zustande. Und ein neuer Router war auch drin. Nicht im Paket inbegriffen war freilich die Funktionsfähigkeit dieses ganzen Plunders.

Die Leitung ist tot!

Der Hinweis, dass man die Internetleitung beruflich dringend brauche, perlte in mehreren Telefongesprächen an dem Unternehmen ab wie Wasser von einem Ölanstrich. Die Leitung blieb mausetot, dafür bekam der unglückliche Auftraggeber eine Latte von heiteren Nachrichten aufs Handy (übrigens ein Gerät von der Konkurrenz, man weiß schließlich, warum man zweigleisig fährt). In den Messages wurde dem frustrierten Kunden zu seiner Wahl gratuliert. „Wir wünschen viel Spaß mit ihrem neuen Produkt.“ Hey Jungs, ist das euer Ernst?

Der Techniker, der das Problem beheben soll, ist übrigens schon für 20. Januar angekündigt. Das geht ja fix, ist man da versucht zu sagen.

P.S.: Bin übrigens bis auf Weiteres aus bestimmen Gründen nur über mein Handy erreichbar. Ohne WLAN.

Rubriklistenbild: © dpa

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