Nur noch Schrottwert hat der Fiat Panda nach der nächtlichen Kollision mit einem Pferd. Foto: Gaulke

Schwerer Unfall auf der B304

Entlaufenes Pferd springt in fahrendes Auto

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Ebersberg - Eine unruhige Nacht bereiteten drei ausgerissene Pferde vier Feuerwehren aus dem Landkreis Ebersberg. Eines der Tiere verursachte einen schweren Unfall auf der B304.

Das hätte noch viel schlimmer enden können: In der Nacht auf Sonntag, gegen 23.10 Uhr, war eine 46-jährige Frau aus dem Landkreis Ebersberg mit ihrem Fiat Panda auf der B 304 in Richtung Kirchseeon unterwegs, als es plötzlich krachte, weil ihr ein Pferd in die Windschutzscheibe sprang.

Die Fiat-Lenkerin hatte nach Auskunft der Polizei keine Chance, auszuweichen. „Der Fiat ist ein Totalschaden“, stellten die Beamten noch an Ort und Stelle fest. Der demolierte Wagen war nach dem Zusammenprall mit dem Tier, bei dem die Windschutzscheibe komplett zertrümmert wurde, im Straßengraben gelandet.

Das Pferd gehörte zu einem Trio von Ausreißern, die aus einem Pferdestall im Gemeindegebiet von Ebersberg ausgebüxt waren. Die Besitzer hatten auf eigene Faust schon nach ihnen gesucht, die drei Pferde aber nicht mehr einfangen können, die sich in westlicher Richtung auf ihren Weg machten und dabei die B 304 kreuzten.

Nach Auskunft der Beamten hatte die Frau noch vergeblich versucht, zu bremsen und auszuweichen. Das Pferd wurde über die Motorhaube des Kleinwagens geschleudert und krachte in die Windschutzscheibe, wobei es - so die Polizei - wie durch ein Wunder nur leichtere Verletzungen davontrug.

Pferd springt in fahrendes Auto - Bilder vom Unfallort

Auch die Autofahrerin wurde leicht verletzt und musste in die Kreisklinik Ebersberg gebracht werden. Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle und sperrten die B 304 vorsorglich ab. Im Einsatz waren die Wehren aus Ebersberg, Nettelkofen, Kirchseeon Dorf und Egglburg.

„Wir haben die Tiere noch einmal mit der Wärmebildkamera ausfindig gemacht“, berichtet der Ebersberger Kommandant Uli Proske von dem nächtlichen Einsatz. Es gelang aber in der Nacht nicht mehr, die Tiere einzufangen. Erst am nächsten Tag wurde das Ausreißertrio zwischen Pötting und Nettelkofen nahe der S-Bahnlinie gesichtet, wo sich die Tiere im Kimpfelmoos von ihrem Schrecken erholten. Dort konnten sie dann von ihren Eigentümern eingefangen werden.

Bei ihrer wilden Flucht hatte sich noch ein weiteres Tier verletzt und Schürfwunden erlitten.

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