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Sieht so moderner Straßenbau aus? Knietief steht das Wasser in einer der beiden Unterführungen unter der B 304-Südumfahrung bei Langwied nach den heftigen Niederschlägen Anfang Januar.           

 Ebersberger Stadtrat stocksauer

Straßenpfusch: Unterführungen unter Wasser

Ebersberg - Pleiten, Pech und Pannen: Keine Straße im Landkreis ist seit dem ersten Tag ihrer Planung mit so vielen Problemem behaftet gewesen wie die Südumfahrung von Ebersberg. Auch Jahre nach der Fertigstellung ist kein Ende in Sicht. Jetzt stehen die Unterführungen unter Wasser.

Sieht so moderner Straßenbau aus? Georg Schuder, CSU-Stadtrat, ist eigentlich eher ein ruhiger Typ. Doch jetzt platzte ihm im Technischen Ausschuss der Kragen. Das, was das Straßenbauamt Rosenheim hier abgeliefert habe, sei ein Skandal, schimpfte er sinngemäß. Was ihn am meisten ärgerte: Der Pfusch falle auf die Stadt zurück, weil die Bürger der Ansicht seien, die Kommune sei für diese Straße zuständig.

Was war schon wieder geschehen? Die heftigen Niederschläge Anfang Januar hatten erneut dazu geführt, dass die Radunterführungen bei Langwied vollliefen. Sie waren unpassierbar, das Wasser stand knietief. Kinder kletterten auf ihrem Weg zur Schule in der morgendlichen Dunkelheit über die Leitplanken, um die Bundesstraße beim Baummarkt zu überqueren, weil unten kein Durchkommen war.

Bereits im Sommer 2011 war eine damals 70-jährige Frau aus Steinhöring mit dem Fahrrad in einer der Unterführungen regelrecht weggeschmiert, weil nach heftigem Regen dicker Schlamm die Fahrbahn bedeckte. Sie zog sich Trümmerbrüche an beiden Sprunggelenken zu und musste längere Zeit ins Krankenhaus. Juristen kümmern sich seitdem um den Fall.

Zuvor war ein Mann aus dem gleichen Grund gestürzt, bei ihm blieb es bei Schürfwunden. Auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung sagte Frank Ruckdäschel vom Straßenbauamt Rosenheim damals: Nach den Unfällen zeichne sich ab, dass man Pumpen nachrüsten müsse.

Eineinhalb Jahre später scheinen diese Pumpen tatsächlich in greifbare Nähe gerückt zu sein. Jedenfalls meinte Ruckdäschel am Mittwoch gegenüber der EZ, diese würden noch im Frühjahr dieses Jahres eingebaut. Warum das nicht gleich zu Beginn der Baumaßnahme geschehen ist? Der Straßenbauer: „Das Bodengutachten, das vor dem Bau der Südumfahrung angefertigt worden war, war nicht eindeutig, was die Versickerungsfähigkeit des Bodens angeht“. So habe man zwar gleich alle Voraussetzungen für einen Pumpeneinbau geschaffen, die Geräte selbst aber aus Kostengründen weggelassen. Es gehe schließlich darum, mit dem Geld des Steuerzahlers möglichst sparsam umzugehen, sagt Ruckdäschel.

Die Kosten pro Pumpe gibt der Behördenmitarbeiter mit einem „fünfstelligen Betrag“ an. Darin sei auch die Wartung enthalten – ein Faktor, der nicht zu unterschätzen sei.

Zuversichtlich zeigt sich Ruckdäschel in Bezug auf die Unterführung in Gsprait, die ebenfalls regelmäßg „absäuft“. Hier werde gerade ein Überlauf fürs Überlaufbecken geschaffen. Ab dem Frühjahr sollte die Fahrbahn in dem Bauwerk dann dauerhaft trocken sein, ist sich der Bauoberrat sicher.

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