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G ünther Kerscher (l.) und Dora Ockel (3. v. l.) überreichen im Landratsamt Ebersberg die Unterschriften an Landrat Robert Niedergesäß (2. v. l) und Bürgermeister Walter Brilmayer (r). 

Unterschriftenübergabe, weil‘s nix gebracht hat

Anwohner: Bahn nach Umbau noch viel lauter

„Es ist ein Pänomen: Die neuen Gleise sind wesentlich lauter.“ Das sagt Bahnanwohner Günther Kerscher aus Ebersberg. Da müsse man jetzt Ursachenforschung betreiben und die Bahn soll dazu Stellung nehmen.

Ebersberg – Um mehr Druck zu machen, haben Betroffene Unterschriften gesammelt, die am Mittwoch im Landratsamt Ebersberg übergeben wurden. Die über 70 Unterzeichner sind direkte Betroffene, die in der Kreisstadt an der Bahnlinie wohnen.

Im Bereich zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg wurde an der Strecke gearbeitet. „Was genau, das wissen wir nicht“, so Kerscher. Klar sei nur: Seitdem sei der Bahnlärm noch wesentlich lauter und man höre den Zug auch länger. „Ich höre den Zug jetzt schon, wenn er von Wiesham rüber kommt.“ Möglicherweise seien die Schienen nicht geschliffen, also direkt aus der Fabrik kommend eingebaut, oder es liege am Gleisbett. „Aber ich bin kein Techniker.“ Möglicherweise ist nicht nur die Kreisstadt betroffen. „Auch in Grafing haben sie gesagt, es sei lauter geworden“, ergänzt Anwohnerin Dora Ockel.

Mit der Bitte um Unterstützung wandte sich Kerscher an Landrat Robert Niedergesäß. Der riet dazu, die Unterschriften weiterer Betroffener zu sammeln. „Weder der Landkreis noch die Stadt haben diese Gleise verlegt. Aber wir nehmen die Belange unserer Bürger ernst. Wir müssen jetzt schauen, dass wir bei der Bahn etwas erreichen, als Anwalt unserer Bürger.“ Und Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer versprach: „Wir schreiben einen gemeinsamen Brief an die Bahn und legen die Unterschriftenliste mit dazu.“ Das sei „in der Summe vielleicht wirkungsvoller, als wenn sich eine einzelne Person an die Bahn wendet“, so Niedergesäß.

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