Katharina Fischer aus Grafing übersetzte den Bericht von Bürgermeister Walter Brilmayer in Gebärdensprache für Gehörlose. Foto: jro

Alle müssen zusammenhelfen

Ebersberg - Hochwasserschutz, Innenstadtentwicklung und Wohnungsbau: Das waren die drei Schwerpunkte, die der Ebersberger Bürgermeister Walter Brilmayer in seinem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung im Alten Speicher in der Kreisstadt setzte.

Der Bürgermeister versuchte aufzuzeigen, dass die damit verbundenen Herausforderungen nicht in allen Punkten alleine von der Stadtverwaltung und den Stadträten gemeistert werden können. In einem Gemeinwesen, so der Tenor seiner Rede, sind alle aufgerufen, mitzuhelfen - auch die Bürger selbst.

Brilmayers Bericht und die daran anschließende Diskussion wurde von Katharina Fischer aus Grafing simultan den in der Versammlung anwesenden Gehörlosen und Schwerhörigen in Gebärdensprache übersetzt - ein Service, der im Landkreis ziemlich einzigartig sein dürfte.

Handlungsbedarf besteht zweifellos beim Hochwasserschutz. Wenn die beiden Unterführungen in Gsprait und in Ebersberg zur Rosenheimer Straße bei Starkregen vollaufen, ist ein ganzer Stadtteil nicht mehr zu erreichen. Das ist gefährlich. Die Stadt sucht hier nach einer zusätzlichen Zufahrt.

In den Baugebieten in dem betroffenen Quartier werden die Anlieger jedoch auch selbst Vorkehrungen treffen müssen, dass ihre Keller nicht periodisch unter Wasser stehen. Das Kanalsystem kann dazu kurzfristig nicht optimiert werden. „Oftmals haben wir auch in der Straße dazu gar keinen Platz mehr“, schilderte der Bürgermeister die Situation. „Das kostet ein wahnsinniges Geld“, meinte er und erinnerte daran, dass für eine Erhöhung der Dämme im Bereich Kumpfmühlweiher vor Jahren über sechs Millionen Euro investiert wurden. Davon profitiert die Gemeinde Steinhöring, die schon unter Ebersberger Hochwasser zu leiden hatte.

mps

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