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Sie haben den Plan (v.l.): Olaf Rautenberg (Bund Naturschutz), Heinz Utschig (Bayerische Staatsforsten), Helmut Neubert (Verlag), Rosemarie Will (Bund Natuschutz), Ines Linke (Museum Wald und Umwelt Ebersberg).

Info-Karte geht in sechste Auflage

Der Ebersberger Forst zum Falten

Ebersberg - Um sich im Ebersberger Forst nicht zu verlaufen, braucht man eine zuverlässige Landkarte. Zum Beispiel die des Freizeitmagazins „Natur erleben im Ebersberger Forst“.

Die Infobroschüre mit offizieller Forstkarte sowie Wissenswertem zu Natur und Geschichte des Ebersberger Forstes wurde nun aktualisiert und am Dienstag vorgestellt. Seitdem die Karte 2002 erstmals erschienen ist, ist die Auflage von damals 4000 auf über 11 000 angewachsen.

Wissen, wo der Notruf durchkommt

Die mittlerweile sechste Auflage wartet mit einigen Neuheiten auf: Erstmals zeigt die detaillierte Landkarte des gesamten Forstgebiets neben Rad- und Wanderwegen auch Rettungspunkte. An diesen ist eine stabile Handyverbindung garantiert, sodass Wanderer in Not dort einen Notruf absetzten können. Die Rettungspunkte sind mit einer Nummer versehen – das Forsthaus Diana hat zum Beispiel die EBE-1043. Nennt man diese dem Rettungsdienst, weiß der genau, wo er hin muss.

Eine weitere Neuerung im Forst sind einige hinzugekommene Biotope mit Rastplätzen für Wanderer, beispielsweise der Himmelsteich bei Ingelsberg. Ziel dieser Refugien für Flora und Fauna ist es, „die Fichtenmonokultur langsam durch gesunden Mischwald zu ersetzten“, wie Helmut Neubert, Herausgeber der Forstkarte , erklärt.

Infos vom Rothirsch bis zur Ringelnatter

Ergänzt wird diese durch Fakten und Bilder zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Vom Rothirsch zur Ringelnatter, vom Roten Fingerhut bis zur Wald-Himbeere: Der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Ebersberg, und die Bayerischen Staatsforsten haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse der Bürger an der eigenen Umgebung zu wecken. „Denn nur das, was man kennt, kann man auch schützen“, sagt Heinz Utschig, Amtsleiter der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Wasserburg.

Auch historisch hat der Forst viel zu bieten: Die Römerstraße, die Hügelgräber, die teilweise bis in die Bronzezeit zurückreichen und viele weitere Denkmäler ziehen Spaziergänger und Radfahrer aus der ganzen Umgebung an. Mit der Forstkarte findet man sie auch.

Den Wald vor der Haustür kennenlernen

„Wir wollen die Menschen informieren, damit sie sich trauen, den Wald vor ihrer Haustür selbst kennenzulernen“, sagt Verleger Neubert. Der Erhalt des einmaligen Waldes, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands, ist ein Anliegen der Kreisgruppe des Bund Naturschutz sowie des Forstbetriebs Wasserburg der Staatsforsten, die gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern nun schon seit 14 Jahren die Broschüre gestalten.

Erhältlich sind die Pläne in den Betrieben des Landkreises Ebersberg, die sich als Sponsoren beteiligt haben. Außerdem bekommt man sie über das Landratsamt, den Bund Naturschutz und im Forstamt. Der Neubert-Verlag in Poing stellt die Info-Karte  des Ebersberger Forsts zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung.

Rosa Pfluger

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