+
Die Hubertuskapelle im Ebersberger Forst im Fokus der Kamera. Hier soll der Sage nach die Weiße Frau spuken.

Internet-Horrorserie

Die Weiße Frau soll weiter spuken

  • schließen

Ebersberg – Die Internet-Horrorserie um den Mythos der Weißen Frau aus dem Ebersberger Forst kam bei den Zuschauern gut an. So gut, dass die Filmemacher hinter dem Projekt nun eine zweite Staffel planen.

Auf dem Autositz klebt Blut. Eine demolierte Karosserie ruht im zuckenden Blaulicht-Schein an einem Baum. Rauch steigt auf von der Unfallstelle. Die Weiße Frau aus dem Ebersberger Forst hat sich in dieser Nacht ein weiteres Opfer geholt. So endet, zum Glück nur Fiktion, die erste Staffel der Internet-Horrorserie „Ebersberg“.

Sie handelt von der gespenstischen Sagengestalt, die an der Hubertuskapelle im Ebersberger Forst Autofahrern aus dem Nichts erscheint, ins Lenkrad greift und so schreckliche Unfälle verursacht – so zumindest die Erzählung, die rund um den Ebersberger Forst wohl jeder kennt.

Die Serie gibt es gratis auf Youtube

Das Grauen auf Video gebannt hat Manuel Weiss (34) aus Haar (Kreis München). Mit seiner Geschichte um den Geisterfilmer Andreas, für den die neugierige Suche nach der Weißen Frau plötzlich bedrohlicher Ernst wird, hat der Filmemacher ein breites Publikum erreicht: Zehntausende Zuschauer zählen die vier Folgen, die insgesamt gut eine Stunde lang und gratis auf der Video-Plattform Youtube anzuschauen sind. „Der Erfolg hat uns schon überrascht“, bekennt der Regisseur. Was ihn besonders freut: Obwohl das Team das Projekt fast ohne Produktionskosten auf die Beine stellte, „wird ,Ebersberg’ als vollwertige Serie angenommen“, sagt der Filmemacher.

Gruseln statt Gemetzel

Regisseur Weiss verzichtet auf Gewalt und Gemetzel, sondern lehrt den Zuschauer mit spannendem, düsterem Erzählstil und gelegentlichen Schock-Momenten das Fürchten. Die professionelle Machart dabei ist aufgefallen: „Ebersberg“ wurde für mehrere Auszeichnungen für alternative Filmemacher nominiert und errang dabei - mit englischen Untertiteln - eine Ehrung als beste Webserie.

Die erste Staffel lässt die Zuschauer allerdings mit einigen Fragezeichen im Gesicht zurück, denn die Geschichte wird nicht aufgelöst. Was hinter dem Spuk im Forst steckt, wollen Manuel Weiss und seine Crew erst in der zweiten Staffel verraten. Dafür wagen sie den Sprung von „No-Budget“ zu „Low-Budget“ und sammeln derzeit Geld über eine Finanzierungskampagne auf der „Crowdfunding“-Plattform „Indiegogo“.

"Für die zweite Staffel wollen wir mehr auffahren"

„Mir geht es nach wie vor nicht ums Geldverdienen“, betont der Regisseur. „Aber für die zweite Staffel wollen wir mehr auffahren.“ Heißt: Mehr Schauspieler, Statisten, Drehorte und eine geplante Gesamtspieldauer von 80 Minuten für die vier Folgen.

Im Gespräch mit der Ebersberger Zeitung gibt Weiss bereits einen kleinen Einblick, wie es mit der Weißen Frau weitergeht: Ein Ermittler-Duo der Polizei nimmt sich des mysteriösen Geschehens um die Hubertuskapelle an. Im Mittelpunkt steht dabei die elfjährige Laura, Tochter des Hauptcharakters aus Staffel eins, die blutverschmiert, erinnerungslos und völlig verstört in der Polizeiwache aufschlägt.

Zu viel will der Filmemacher aber noch nicht verraten. „Ebersberg“ lebt schließlich von der Spannung, die den Zuschauer an den Bildschirm fesseln soll. Für Mutige gibt es hier eine Vorschau auf Staffel zwei:

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aufklärung beim CSU-Frühstück
Der geplante Schulneubau ist ein heißes Thema zur Zeit in Markt Schwaben. Zwei Bürgerbegehren stehen im Raum. 
Aufklärung beim CSU-Frühstück
Ruf nach zweitem Bahngleis wird lauter
Die Kreisräte wünschen sich einen Ausbau der bisher eingleisigen Bahnstecke zwischen Grafing und Ebersberg. Das wurde im Umweltausschuss deutlich, wo es um mehr …
Ruf nach zweitem Bahngleis wird lauter
Oberpframmern hat’s geschafft
Gute Nachricht für Oberpframmern: Nach neun Wochen Nachfragebündelung ist es jetzt amtlich: In Oberpframmern wird das Glasfasernetz ausgebaut.
Oberpframmern hat’s geschafft
Protestschreiben an den Ebersberger Landrat
Die Entscheidung, dass die Ebersberger Kreisklinik psychisch kranke Menschen künftig nicht mehr stationär behandeln wird, schlägt immer höhere Wellen. Jetzt protestieren …
Protestschreiben an den Ebersberger Landrat

Kommentare