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Das Windrad von Hamberg (Gemeinde Bruck), von Grafing aus gesehen, als es noch in der Bauphase war. Landrat Niedergesäß: "Wir können von diesem Windrad lernen."

Nach Windkraft-Plänen für den Ebersberger Forst

Landrat: Kein Freibrief für Wildwuchs von Windrädern

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Landkreis Ebersberg - Fünf Windräder im Ebersberger Forst sind nach Ansicht von Landrat Robert Niedergesäß (CSU) „vertretbar“. Falls diese genehmigt würden, sei es aber kein Freibrief für weitere Projekte.

Der Landrat nimmt die Sorgen von Menschen ernst, die zusätzliche Anlagen befürchten, wenn das Projekt des Münchner Entwicklers Green City Energy umgesetzt werden sollte. Vertreter des Unternehmens hatten in der vergangenen Wochen die aktuellen Pläne für fünf Anlagen im Ebersberger Forst vorgestellt. Das Projekt nimmt wieder Fahrt auf, nachdem Differenzen mit der Flugsicherung und beim Thema Wasserschutzgebiete offenbar ausgeräumt wurden.

Bei den Plänen für den Windpark im Forst habe es schon viele Achterbahnfahrten gegeben, sagte Niedergesäß am Mittwoch. Von den neuen Plänen, die Windräder höher als bisher geplant zu bauen, habe er aus der Zeitung erfahren. Das Projekt werde jetzt geprüft. Wie das Ergebnis aussehen werde, dazu wolle er keine Prognose abgeben. Wenn man Windräder im Landkreis verwirklichen wolle, dann „kommt man um den Forst nicht herum“. Auf der anderen Seite sei der Landschaftsschutz ein hohes Gut. „Da steht uns eine interessante Diskussion bevor“, meinte Niedergesäß. Auch beim umstrittenen und inzwischen gebauten Windrad in Hamberg (Gemeinde Bruck) habe man intensiv geprüft. Man werde jetzt sehen, ob sich die Menschen dort mit der Anlage arrangieren könnten. Niedergesäß: „Wir können von diesem Windrad auch lernen.“

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