Wieviele Zeitungen sind es? Professor Randolph Rodenstock und Bürgermeister Walter Brilmayer rätseln. Foto: sro

Ebersberger Gewerbeausstellung eröffnet: Im Wachstum zuhause

Ebersberg - Die wichtigsten Zutaten auf einer Messe sind - neben kompetenten Informationen selbstverständlich - Gummibärchen, Kugelschreiber und Notizblöcke. Diese wurden gestern noch auf einigen Ausstellertischen drapiert, ehe die EGA 2013 offiziell in Ebersberg eröffnet wurde.

Rot. Das E-Piano ist feuerwehrrot und ein echter Hingucker auf dem Stand der Glonner Musikschule. Man muss es einfach berühren und mal den Anschlag testen. Petra Wimmer steht daneben und lacht. „Das ist ein Verkaufsschlager“, sagt sie über das Instrument. Zum dritten Mal ist sie auf der EGA dabei und betont: „Wir wollen einfach darüber informieren, dass es uns gibt. Uns geht es hier nicht ums Geschäftemachen.“

Ums Informieren geht es auch Martin Riedl vom gleichnamigen Bestattungsunternehmen aus Ebersberg. Zum zweiten Mal ist er mit von der Partie auf der Kreisgewerbeschau. Und die Erfahrung zeigt: „Die Leute kommen gerne an den Stand, um sich über Dinge wie Vorsorge zu informieren“, sagt er. Es falle ihnen wohl leichter, hier das Tabuthema Tod anzusprechen. „Aber es ist auch ein Thema, das in den vergangenen zehn Jahren wieder enttabuisiert wurde“, so Riedl. Früher habe man das alles noch viel mehr verdrängt. „Man geht inzwischen schon wieder anders mit dem Tod um.“ So würden die Verstorbenen nun auch wieder aufgebahrt. „So Abschied zu nehmen ist sehr wichtig, da wird das Ganze greifbar“, weiß Riedl aus seiner Erfahrung.

Erste EGA-Erfahrung sammeln unterdessen Martina und Konrad Galster aus Kirchseeon. Sie zeigen den Besuchern an ihrem Stand, wie und vor allem mit welchem System das leidige Thema Fensterputzen doch noch zu einem Vergnügen werden kann. „Wir wollen hier einfach unseren Bekanntheitsgrad erhöhen“, sagt Konrad Galster über seine Motivation, sich auf der EGA zu präsentieren.

Rund 80 Aussteller sind in diesem Jahr auf der Gewerbeschau vertreten. „Das sind nicht ganz so viele, wie wir schon mal hatten“, sagte Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer bei der Eröffnung in der Volksfesthalle. Ein Grund hierfür sei wohl, dass im Landkreis sehr viel los sei. „Die Region boomt, da ist es für einige Betriebe schwierig, sich noch Zeit für so eine Messe rauszuschneiden“, so Brilmayer.

Ralf Hentschel, Geschäftsführer der Firma Garh, die die EGA veranstaltet, begrüßte schließlich vor zahlreichen Besuchern den Hauptredner der Eröffnung, Randolf Rodenstock. Seine Firma, Hersteller von Brillenfassungen und -gläsern, war einst ein wichtiger Arbeitgeber in Ebersberg. Rodenstock betonte in seiner Rede „Deutschland - die Konjunkturlokomotive Europas“ die Bedeutung Deutschlands als Exportland.

Von Tanja Beetz

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