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Das war die Stunde der Wahrheit: Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass das überschwemmte Ebersberger Jugendstadion nicht gerettet werden kann.

Jugendstadion Ebersberg

Nach Hiobsbotschaft nur positive Signale

„Wir müssen jetzt handeln und eine schnelle Lösung auf den Weg bringen.“ Martin Schedo treibt dieses allgegenwärtige Mantra im Hinterkopf wie Treibstoff an. Von einer Vorstandssitzung zur nächsten Krisensitzung und wieder zurück. Seit dem Wasserschaden-Desaster im Ebersberger Jugendstadion Anfang des Monats geht das so.

Ebersberg – Am Montagvormittag stand für den rastlosen Vorstand des TSV Ebersberg eine richtungsweisende Besprechung auf dem Terminplan. In einer 45-minütigen Unterredung verschafften sich Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer und Christian Stalla vom Bauamt einen genauen Eindruck von den jüngsten Erkenntnissen, die das Gutachten des Grafinger Statikers Thomas Westphal geliefert hatte. „Es wurde nochmals alles bestätigt, was wir vermutet hatten“, zeigte sich Schedo durchaus zufrieden mit dem Gesprächsverlauf. Die Stadt habe signalisiert, den Verein „im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen“. Genau dieses Signal hatte sich die Vereins-Delegation um Schedo, Fußball-Abteilungsleiter Dominic Mayer und Beisitzer Florian Huber erhofft.

Jetzt kann gehandelt werden. Als erstes sollen mit einer Containerlösung Möglichkeiten zum Umziehen und Duschen für die Fußballer geschaffen werden, um den Trainingsbetrieb im Jugendstadion schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können. „Ich hoffe, dass wir diese Woche noch den Bauantrag für die Container fertig stellen können, sodass er schon im nächsten Technischen Ausschuss geprüft und ans Landratsamt weitergeleitet werden kann.“ Schedo verfolgt das Ziel, „die Sportanlage möglichst autark zu halten“, und nicht länger als notwendig auf die sanitären Anlagen auf dem Volksfestplatz zurückgreifen zu müssen. Bei einer ersten Angebots-Spanne zwischen 50 000 und 100 000 Euro „wird das wohl in Richtung Kauf der Container gehen.“ Für Schedo ist die Containerlösung keine kurz-, sondern womöglich eine längerfristige Alternative zum ehemaligen Kabinentrakt. „Das Ergebnis bleibt ja, dass das Gebäude abgerissen werden muss, weil der Sanierungsaufwand in keiner Relation zu den Kosten steht. Auch das Thema Neubau ist endgültig vom Tisch, weil sich da dann auch von den Eigentumsverhältnissen her etwas ändern müsste.“

Allerdings plant der Verpächter des Grundstücks, die Ebersberger Besitzgemeinschaft Otter/Beffa, dahingehend wohl nicht mit Veränderungen. Schedo: „Irgendwann wird auf diesem Bauerwartungsland schließlich gebaut werden.“ Immerhin wurde dem TSV signalisiert, „für entsprechende Planungssicherheit beim Pachtvertrag zu sorgen. Bedeutet für den Verein zehn bis 15 Jahre“, so der TSV-Chef. Parallel zur Containerlösung muss die Vereinsführung nun Finanzierungsmodelle für den Gebäudeabriss erstellen. „In erster Linie versuchen wir das selbst zu finanzieren. Aber wenn wir in eine Zwickmühle kommen, ist die Stadt unser erster Ansprechpartner.“ Schedos Zurückhaltung bei der Bitte nach finanziellen Mitteln im Rathaus hat seinen Grund: „Bei dem ganzen Thema Jugendstadion darf die Stadt nicht vom Thema Waldsportpark abgelenkt sein. Auch da müssen wir weiter nach vorne schauen.“ von Julian Betzl

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