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Sie hatten die nase vorne : Das Foto zeigt die Sieger in der Einzelwertung, denen Landrat Robert Niedergesäß zu ihrem Durchhaltevermögen gratulierte (im Bild rechts). 

Aktion bringt allen Teilnehmern überraschende Erkenntnis

Stadtradler überholen Autos

Im heißen Sommer wurde heuer zum zweiten Mal im Landkreis die Kampagne Stadtradln gestartet. Dabei wurden beachtliche Ergebnisse erzielt.

Ebersberg  Insgesamt traten 977 Radler in die Pedale und legten dabei über 216 600 Kilometer zurück. Das ist nicht nur gut für die Gesundheit der vielen Radler, auch das Klima hat etwas davon. Jeder „Radlkilometer statt Autokilometer“ erspart der Umwelt über 140 Gramm CO2. Alle Teilnehmer zusammen haben damit insgesamt 31 Tonnen CO2 vermieden, das entspricht dem Gewicht von fast sechs ausgewachsenen Elefanten.

Bei der Schlussveranstaltung im Hermann-Beham-Saal wollten alle wissen, wer in den Kategorien „beste Kommune“, „aktivste Schule“, „radlstärkstes Team absolut und relativ“ und „bester Einzelradler“ die Nase vorn hatten.

Landrat Robert Niedergesäß unterstrich in seiner Begrüßung die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Verkehrswende, bei der neben dem öffentlichen Personennahverkehr gerade auch der Radverkehr eine wesentliche Säule sei. Erklärtes Ziel des Landkreises sei es, die Radwegeinfrastruktur weiter zu verbessern. Ganz besonderer Dank ging an die Hauptsponsoren der diesjährigen Aktion im Landkreis, die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, den Förderverein Energieagentur Ebersberg-München und das EBERwerk.

Hans Gröbmayr, auch dieses Jahr wieder als „Radelstar“ drei Wochen konsequent ohne Auto unterwegs, stellte die Vorteile des Radfahrens in Zeiten verstopfter Straßen, immer größerer und klimaschädlicherer Autos, schadstoffgeplagter Bürger und drohender Fahrverbote heraus. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, es gibt die Lösung seit 200 Jahren – wir müssen es nur öfter nutzen!“

Erstmals setzte auch Christian Siebel, Klimaschutzmanager der Stadt Ebersberg, für die Kampagne auf Mobilität auf zwei statt auf vier Rädern. Sein Resümee: Gut die Hälfte aller Fahrten sind einfacher und schneller mit dem Radl zu schaffen als mit dem Auto.

Elf Kommunen waren dabei

Und das sind die Gewinner: Dieses Jahr sind elf Kommunen individuell angetreten. Damit eine faire Platzierung möglich ist, werden die Kommunen anhand der geradelten Kilometer auf die gesamte Einwohnerzahl hin verglichen. Mit überragenden 5,7 Kilometern pro Einwohner hatte dabei Oberpframmern ganz schön vorgelegt. Platz zwei konnte sich Glonn mit 2,7 Kilometern pro Einwohner sichern, dicht gefolgt von Kirchseeon mit 2,5 Kilometern pro Einwohner. Auf Platz vier landete Poing, gefolgt von Forstinning, Grafing, Ebersberg, Pliening, Markt Schwaben und Vaterstetten.

Bei den teilnehmenden Schulen, alle miteinander Ebersberger Klimaschulen, glänzte das Gymnasium Kirchseeon durch eine fantastische Leistung. Mit 17,3 km pro Schüler war Gold gesichert. Silber ging an die Montessorischule mit 9,11 Kilometer pro Schüler. Bronze erreichte das Gymnasium Grafing mit 8,14 Kilometer pro Schüler. Der 4. Platz ging an die Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule Poing mit 6,43 Kilometer pro Schüler.

Bei den Teams wurden in der Kategorie „absolut“ die höchsten Gesamtkilometerleistungen und in der Kategorie „relativ“ die höchsten Kilometerleistungen pro Teammitglied bewertet.

Die Preisträger für die Kategorie „Team absolut“ sind: Der „ADFC Ebersberg“, das „Offene Team Poing“ und die „Stadt Ebersberg“. In der Kategorie „Team relativ“ haben es folgende drei Teams unter die Preisträger geschafft: Das Team „Radldream“, „Warnung: Nebel auf dem Radweg“ und „PoingsSpeedster“.

Bei den Einzelradlern wurden sehr beeindruckende Ergebnisse erzielt. Hier zeigte sich, dass die Top Ten sowohl im Alltag, auf ihren Arbeitswegen, aber natürlich auch in der Freizeit konsequent aufs Fahrrad steigen. Helmut Nebel hat in den 21 Tagen 2818 Kilometer zurückgelegt. Auf Platz zwei landete Dirk Braune mit 1930 km, Platz drei belegte Michael Bendl mit 1908 Kilometern.  ez

Die weiteren Ergebnisse

des Stadtradlns finden Sie auf der Homepage www.energiewende-ebersberg.de/stadtradeln.

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