Der Widerstand wächst, sagt Peter Pernsteiner aus Zorneding. Er setzt sich im Zusammenhang mit dem Brenner-Basis-Zulauf für mehr Lärmschutz ein.

Bahn-Bürgerinitiativen machen Druck

Bürger fordern: Mit Lärmschutz jetzt beginnen

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„Der Brennerbasistunnel wird wohl 2028 fertig sein und wir fangen beim Zulauf jetzt wieder von vorne an.“ Das ist die Reaktion von Peter Pernsteiner von der Arbeitsgruppe Bahnlärm des Zornedinger Gemeinderates zum Termin von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Montag in Rosenheim.

Landkreis – Es ging um die möglichen zwei weiteren Bahngleise durch das Inntal. Dem Minister schlug heftiger Protest entgegen. „Stoppt den Bahnsinn“ hieß es unter anderem auf den Plakaten. Den Bürgerdialog, den Scheuers Vorgänger Alexander Dobrindt im März 2017 mit Gemeindeforen angestoßen hatte, halten viele für eine reine Farce. „Ein Weiter-so wird es nicht geben“, so die Kritiker.

„Der Widerstand wächst“, betont Pernsteiner. Er bemängelt, dass unterschiedliche Zahlen genannt werden, wie viele Züge denn auf der Strecke unterwegs sein könnten. Steigen werden die Zahlen aber auf alle Fälle, wenn das elektronische System ETCS eingeführt werde und dadurch dann die Züge geleitet werden. „Der Lokführer ist dann nur noch zur Sicherheit dabei.“ Dadurch können die Taktzahlen erhöht sowie die Abstände verringert werden, und mehr Züge fahren. Für den Abschnitt durch den Landkreis bis Trudering werde es wohl keine weiteren Gleise geben. „Deshalb könnte man mit dem zusätzlichen Lärmschutz schon heute beginnen.“

Klar ist für Pernsteiner auch, dass mit einer deutlichen Zunahme der Zugzahlen die Strecke wie eine Neubaustrecke zu behandeln sei. „Damit steigen auch die Anforderungen an den Lärmschutz.“ Pernsteiner fordert nun ein „klares Zeichen der Politik“. Es gehe auch um den in der Region dringend notwendigen Wohnungsbau und die Einschränkungen für die Entwicklung durch den Bahnlärm.

Um den Druck zu erhöhen, könnte sich Pernsteiner vorstellen, dass sich die Bürgerinitiativen der einzelnen Gemeinden an der Bahnlinie zumindest im Landkreis zusammenschließen. Auch darüber hinaus sei eine Zusammenarbeit positiv, vor allem in Richtung Westen beispielsweise Trudering. Pernsteiner bedauert, dass sich in der Gemeinde Haar zu diesem Thema so wenig bewege. Schwierig ist laut Pernsteiner die Zusammenarbeit mit Rosenheim. Es gebe zwar Kontakte, doch es gehe um unterschiedliche Themenbereiche, dort eine Neubaustrecke, hier der Lärmschutz an einer bestehenden Trasse.

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