Zuletzt angezogen hat die Bautätigkeit im Landkreis. Foto: kn

Bauwirtschaft: Genug geknausert

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Landkreis - Innung fordert Bund und Kommunen zu mehr Investitionen auf und zieht bei Versammlung in Ebersberg Bilanz.

Knausern die Kommunen im Landkreis Ebersberg bei der Erhaltung ihrer Bausubstanz? Regelmäßige Besucher von Stadt- und Gemeinderatssitzungen im Kreis werden Martin Schmid, dem Obermeister der Bauinnung Wasserburg/Ebersberg in diesem Punkt zustimmen. Bei der Frühjahrsversammlung der Innung im Gasthof Huber in Oberndorf warnte Schmid: „Viele Städte und Gemeinden sparen wegen der vielerorts angespannten Situation an dringend notwendigen Investitionen.“ Es würden immer mehr Mittel für soziale Leistungen aufgewendet, während die Investitionen rückläufig seien. Schmid sprach von einem Investitionsrückstand von 35 Milliarden in Deutschland alleine bei der Erhaltung der kommunalen Verkehrswege und zitierte damit den Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Der Obermeister hatte aber nicht nur schlechte Nachrichten aus der Branche. Hoffnungsträger bleibe der Wohnungsbau, weil der Bund den inzwischen steuerlich fördere. Ein deutliches Auftragsplus zu Ende des Jahres 2015 gebe Anlass zu verhaltenem Optimismus, sagte Schmid sinngemäß um freilich gleich wieder einzuschränken: „Hier bleibt aber abzuwarten, wie sich die Belastungen aus dem Migrationsdruck für die Kommunen und das Land auf die Investitionen der öffentlichen Hand auswirken werden.“

Auch für Hans Auracher, den Sprecher der Landesvereinigung Bauwirtschaft, stellt sich die Situation der Branche eher durchwachsen dar. „Nach einem Jahr mit nicht vollständig erfüllten Erwartungen sind die Hoffnungen nun um so höher“, meinte er in Oberndorf.

Schmid forderte Kommunen und Freistaat dazu auf, beim Wohnungsbau nicht nachzulassen. „Eine Wohnraumförderung ist nie einseitig. Von jedem Euro, der beim Hausbau investiert wird, fließen 51 Prozent an Steuern und Sozialabgaben an den Staat. Wohnraumförderung ist für den Staat immer ein lohnendes Investment.“

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