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Der Jägerbrief als Belohnung überreicht von Georg Göggerl (l.) und Konrad Metzger (3. v. l.). In alphabetischer Reihenfolge erhielten ihn Andreas Bosch, Bernhard Greilinger, Andreas Göggerl, Beate Greithanner, Karl-Heinz von der Grün, Cordula von Heldmann, Christian Hesse, Monika Kornhass, Manuel Kaussner, Ramona Larcher, Franz Listl, Martin Mair, Andreas Obermaier, Marion Öller, Johann Prieler, Dominik Paul, Rebecca Ramsberger, Franziska Rabe, Leonie Schäfer, Friedrich Weindl, Nicht anwesend waren Ramona Schönfeld, Angela Tschiche, Sven Vogel, Georg Weber, Thomas Zacherl.

Dafür mussten alle viel lernen und auch durchhalten können

Sie haben das „grüne Abitur“ geschafft

Ist der Hubertustag heutzutage noch zeitgemäß? Die Kreisgruppe Ebersberg im Landesjagdverband Bayern beging am vergangenen Freitag, dem Hubertustag, die Hubertusfeier, die von einer Messe in der Ebersberger Sebastiani-Kirche eingeleitet wurde.

Ebersberg – Der Hl. Hubertus, Schutzparton der Jäger, lebte im 8. Jahrhundert im heutigen Belgien und führte ein recht zügelloses Leben mit ausschweifender Jagd. Eines Tages erschien ihm in den Wäldern ein prächtiger Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen. Dieses Erlebnis bewog ihn zu einer Umkehr; er wurde Einsiedler, später Priester und sogar Bischof. Soweit die Legende, die im Kern zum Ausdruck bringt, dass die Jagd mit Augenmaß und nachhaltig – der Jäger nennt das waidgerecht – betrieben werden soll. Das Wild soll nicht dezimiert werden, sondern stabile, dem Lebensraum entsprechende Wildbestände sollen erhalten bleiben.

Pfarrer Riedl zelebrierte in der voll besetzten Stadtkirche die Messe, die musikalisch umrahmt wurde von den Ebersberger Jagdhornbläsern unter Leitung von Otto Bernhard.

In seiner Predigt stellte Riedl den Hubertusgedanken in den Mittelpunkt. Der Jäger soll achtsam mit dem Wild umgehen und damit dazu beitragen, dass auch dieser Teil der Schöpfung für die Gesellschaft erhalten bleibt.

Anschließend wurde auf der Ebersberger Alm die Hubertusfeier begangen. 25 Jungjäger und Jägerinnen erhielten aus der Hand des Vorsitzenden der Kreisgruppe, Konrad Metzger, und des Leiters des Jagdkurses, Georg Göggerl, den „Jägerbrief“ und wurden damit symbolisch in den Kreis der Jägerschaft aufgenommen, nachdem sie das „Grüne Abitur“ – die Jägerprüfung – vor kurzem bestanden hatten. Metzger legte dabei den Jungjägern ans Herz, stets verantwortlich die Jagd auszuüben und den Fortbestand der Jagd und des Wildes zu sichern und so die Akzeptanz der Jagd zu sichern. Das Interesse an der Jagd nimmt seit Jahren zu. Allein in Bayern gibt es in diesem Jahr über 2000 Jungjäger. Dabei wird die einstige Männerdomäne von mehr und mehr Frauen mit eingenommen; im aktuellen Jagdkurs lag der Anteil an Jägerinnen im Landkreis Ebersberg bei fast 50 Prozent. Für die Kreisgruppe Ebersberg ein Beweis, dass das Interesse der Bevölkerung an Jagd, an Umwelt, dem Erhalten und Nutzen natürlicher Ressourcen sowie dem Erleben des Zusammenspiels von Wild, Wald, Forst- und Landwirtschaft und dem Einfluss von Jahreszeiten und Wetter auf unsere Kulturlandschaft stetig zunimmt.  ez

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