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In acht Kommunen des Landkreises Ebersberg können Bürger bereits das Angebot der Autoteiler nutzen, eine neunte Gemeinde steht in den Startlöchern.

Carsharing wird im Landkreis Ebersberg immer beliebter

Auto fahren ohne eigenes Auto

Das eigene Auto ist teuer: Kfz-Steuer, Unfallversicherungen, Reparaturen. Es fallen hohe Kosten an, die man sich mit dem Autoteilen, besser bekannt als „Carsharing“, sparen könnte.

Landkreis – In acht Kommunen im Landkreis Ebersberg können die Bürger bereits das „Carsharing“ nutzen. Das Angebot für eine neunte Gemeinde steht schon in den Startlöchern. Aktuell nutzen im Landkreis 1470 Fahrberechtigte 53 Autos.

Das Autoteilen bringt viele Vorteile für die Nutzer mit sich: Steuern ebenso wie Versicherungs-, Inspektions-, Wartungs- und Reparaturkosten werden gemeinsam bezahlt. Zudem müssen sich die Autoteiler nicht um die Autopflege und -wartung „kümmern“. Kosten entstehen nur, wenn das Auto gebraucht und genutzt wird. Lediglich eine Aufnahmegebühr bzw. ein einmaliger Nutzungsanteil ist zu zahlen. Bei einigen Organisationen kommt noch ein geringer jährlicher Mitgliedsbeitrag dazu.

Im Nutzungsbetrag sind bereits alle Fixkosten inklusive der Kraftstoffkosten enthalten. Abgerechnet wird nach Zeit und der Strecke der Nutzung. Zusätzlich stehen je nach Einsatzzweck verschiedene Fahrzeugtypen zur Verfügung. Außerdem ist kein eigener Stellplatz erforderlich. Einziger Nachteil: Nicht jeder Autoteiler-Stellplatz befindet sich direkt vor der eigenen Haustür.

Dennoch: Carsharing ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll, denn ein gemeinsames Fahrzeug ersetzt vier bis acht private Pkws. Autos, die unter hohem Energie- und Ressourceneinsatz hergestellt werden, im Durchschnitt aber 23 Stunden pro Tag ungenutzt herumstehen.

Noch einen Schritt weiter in Richtung Umweltschutz gehen die Glonner Autoteiler: Dort kann man sich seit Januar ein Elektrofahrzeug teilen. In der Rotter Straße, neben dem Marienheim, steht ein Renault ZOE bereit. Wann immer es möglich ist, wird der Pkw mit Solarstrom vom Dach betankt. In der kurzen Reichweite des E-Autos sieht Fritz Gerneth vom Verein Glonner Autoteiler kein Problem: „Die meisten Fahrten der Nutzer sind ohnehin Kurzstrecken.“ Für alle, die Carsharing ausprobieren möchten: Die Benutzung ist einfach. Die Autos werden online gebucht, der Schlüssel aus einem Tresor entnommen, die Fahrt im Fahrtenbuch vermerkt. Die Rechnung erhält jeder Nutzer einmal im Quartal.  jr

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