Machen sich für eine sichere Rente stark (v.l.): DGB-Kreisvorsitzende Eva Maria Volland, Brigitte Dinev, Werner Machmeier, Alfred Daum, Werner Schmidt-Koska.

DGB-Kreisverband Ebersberg warnt

Fast einem Drittel der Beschäftigten droht Altersarmut

Wenige Tage vor der Bundestagswahl warnt der DGB-Kreisverband Ebersberg vor steigender Altersarmut.

Landkreis Im Landkreis verdienten Ende vergangenen Jahres 7724 von insgesamt 25 907 Beschäftigten (Vollzeit, ohne Auszubildende) weniger als 2500 Euro brutto im Monat. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Ein Bruttoeinkommen oberhalb dieser Grenze ist jedoch notwendig, um nach 40 Beitragsjahren nicht in die Grundsicherung zu fallen. Ursache für dieses Problem ist nach Angaben des DGB das Absinken des Rentenniveaus, das im Jahr 2030 nur noch 43 Prozent betragen wird.

„Wir brauchen als Allererstes eine Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus auf dem heutigen Stand von 48 Prozent. Die Rente muss endlich wieder Schritt halten mit der Entwicklung der Löhne“, sagt die DGB-Kreisvorsitzende Eva Maria Volland. „In einem weiteren Schritt muss das Rentenniveau wieder angehoben werden – auf mindestens 50 Prozent. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen am Ende eines jahrzehntelangen Berufslebens für ihre Arbeit immer weniger Rente bekommen.“ Nach geltendem Recht soll das sinkende Rentenniveau durch private Altersvorsorge ausgeglichen werden. Volland sieht das kritisch: „Aus den letzten 15 Jahren wissen wir: Riester ist gescheitert. Deshalb brauchen wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Es muss jetzt gehandelt werden. Es ist eine der großen Zukunftsfragen, wie wir die gesetzliche Rente sichern.“

Mit einem bundesweiten Rentenaktionstag macht der Deutsche Gewerkschaftsbund darauf aufmerksam, dass sich in den nächsten vier Jahren bei der Rente dringend etwas tun muss. „Die DGB-Gewerkschaften haben klare Anforderungen an die Rentenpolitik formuliert, und wir konfrontieren damit auch die Kandidatinnen und Kandidaten für den Deutschen Bundestag aus dem Wahlkreis Erding-Ebersberg. Nach der Wahl werden wir Versprochenes einfordern und gegebenenfalls bei denen Druck machen, die das Thema lieber auf die lange Bank schieben wollen,“ so Volland.

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