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Die Arbeitsagentur meldet für den Landkreis Ebersberg Vollbeschäftigung im Dezember.

Im Landkreis Ebersberg macht die Wirtschaft keinen Winterschlaf

Starke Nachfrage nach Arbeitskräften auch im Winter

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Im Kreis Ebersberg macht die Konjunktur auch in den Wintermonaten keine Pause. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch, in einigen Branchen herrscht starker Mangel.

Landkreis – Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ebersberg lag im Dezember unverändert bei 1,7 Prozent, die Vollbeschäftigung hält somit weiter an. Damit gehört der Kreis zu denen im Bereich der Arbeitsagentur Freising, in denen die Quote in diesem Monat nicht gestiegen ist, was für einen stabilen Branchenmix spricht. 

Immer weniger Langzeitarbeitslose Im Kreis Ebersberg

Insgesamt zählt der Landkreis derzeit 1397 Arbeitslose, meldete die Agentur am Freitag. Auch gebe es immer weniger Langzeitarbeitslose. Ein leichter Anstieg der Arbeitslosenquote wäre zum Jahreswechsel normal gewesen. Dies erklärt sich aus dem Auslaufen von Arbeitsverträgen zum 31. Dezember, aber auch durch die witterungsbedingte Freisetzung von Arbeitskräften, die sich im Landkreis Ebersberg jedoch nicht spürbar in der Gesamtbilanz auswirkte.

Gutes Jahr für die ganze Region

„Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt im Agenturbezirk Freising nach wie vor hoch. Fachkräfte fehlen vor allem in den Bereichen Verkehr und Logistik, Gesundheit und Pflege sowie Handel und Gastronomie“, wurde mitgeteilt. Insgesamt sei das Jahr 2019 ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt in der gesamten Region gewesen. 

Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage haben die Gewerkschaften in den vergangenen Monaten mehrfach Forderungen nach mehr Lohn für die Beschäftigten erhoben. Es geht auch um bessere Arbeitsbedingungen in einigen Branchen. Viele der 18.200 Menschen, die im Kreis nur einen Teilzeit- oder Minijob haben, ist laut Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten von Erwerbsarmut bedroht.

Gleichzeitig müssen die Arbeitnehmer immer flexibler werden und weitere Wege in Kauf nehmen. Die Zahl der Berufspendler im Landkreis steigt und steigt.

Lesen Sie dazu auch: Mehr Kontrollen im Landkreis Ebersberg gefordert

Außerdem wird es offensichtlich immer schwieriger für einige Betriebe, Auszubildende in ausreichender Anzahl zu finden. Das lässt sich im Landkreis Ebersberg deutlich feststellen, wie dieses Beispiel zeigt: Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres: Über 300 freie Plätze im Landkreis Ebersberg

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