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Angelika Bachmann (links) und Marion Eder (rechts) sind das Team Klimabildung bei der Energieagentur Ebersberg-München. 

Inzwischen kooperieren 21 Bildungseinrichtungen im Landkreis Ebersberg mit der Energieagentur

Klimabildung stößt auf steigende Nachfrage

Nicht zuletzt das Engagement bei Fridays for Future zeigt, dass der Klimaschutz bei Schülerinnen und Schülern im Landkreis Ebersberg ein wichtiges Thema geworden ist.

Landkreis – Doch das ist nicht allein der Grund, warum die Klimabildung der Energieagentur Ebersberg-München immer erfolgreicher wird und inzwischen auf 21 teilnehmende Bildungseinrichtungen angewachsen ist. Überzeugend ist nach Ansicht der Agentur das Konzept an sich, das auf Beteiligung und Entlastung gleichermaßen setzt.

„Am Anfang steht ein Planungsgespräch mit der Schulleitung und dem jeweiligen Team Energie, bei dem die nächsten Schritte und Inhalt besprochen werden, auf die die Schule ein besonderes Augenmerk richten will“, sagt Angelika Bachmann, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Marion Eder das Bildungsangebot der Energieagentur betreut.

Ausbildung von Energiescouts

„Von der Ausbildung der sogenannten Energiescouts, über fair fashion bis hin zu Plastikmüllvermeidung ist thematisch alles mit dabei, was zum Klimaschutz beiträgt“, erklärt sie. Dabei ist besonders das Anfassen und Erleben der abstrakten Themen besonders wichtig: Was verbraucht mehr Strom: Zehn Minuten Haare föhnen oder eine Tasse Wasser im Wasserkocher erhitzen? Die Spülbürste aus Holz oder das 99-Cent-Teil aus dem Supermarkt? Die Schülerinnen und Schüler fassen an, messen, entscheiden selbst und beginnen dadurch zu begreifen.

Geleistet werden diese Unterrichtseinheiten von Angelika Bachmann und Marion Eder. „Wir nehmen jedoch die Lehrerinnen und Lehrer von Beginn an mit und ermöglichen ihnen, durch einen Workshop die Inhalte unserer Unterrichtseinheiten kennenzulernen. Dadurch können sie die Inhalte später im eigenen Unterricht vertiefen und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern reflektieren“, sagt Angelika Bachmann.

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Klimaschutz soll nachhaltig gelebt werden

Die Nachbereitung ist wichtig, denn der Klimaschutz soll an den teilnehmenden Schulen nachhaltig gelebt werden und Effekte erzielen. „Wir bilden keine ganzen Klassen aus, sondern Energiescouts für die Schule. Das sind einzelne Schülerinnen und Schüler aus der 2. bis 6. Klasse, die als Multiplikatoren den Klimaschutz in ihre Klassen tragen“, erklärt die Mitarbeiterin der Energieagentur.

Dass das Konzept überzeugt, zeigt der Zuspruch der Schulen im Landkreis Ebersberg. 21 Bildungseinrichtungen kooperieren zum Jahresende 2019 mit der Energieagentur Ebersberg-München – das sind acht mehr als noch im Vorjahr.

Ein Ergebnis, das Angelika Bachmann und Marion Eder stolz macht: „Das zeigt uns, dass das globale Thema Klimawandel nicht mehr nur bei internationalen Konferenzen eine Rolle spielt, sondern in den Köpfen der Menschen hier in der Region angekommen ist!“

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ez

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