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Obdachlos zu werden ist schlimm. Die Kommunen und der Landkreis Ebersberg wollen zusammenarbeiten, dass alle ein Dach über dem Kopf haben.

Landkreisbürgermeister informieren sich über mögliche Zusammenarbeit

Gemeinsam gegen Obdachlosigkeit - aber wie?

Einen Workshop zum Thema „Obdachlosigkeit“ hat das Landratsamt Ebersberg für die Bürgermeister und die zuständigen Fachleute in den Gemeinden angeboten.

Ebersberg  Mitarbeiter des Landratsamts aus dem Sozialamt, dem Jugendamt, der Betreuungsstelle, der Kommunalaufsicht und des Jobcenters standen bereit, um Fragen zu beantworten, den Dialog zu fördern sowie Rat und Anregungen auszutauschen. Viele Gemeinden haben das Angebot dankend angenommen, denn schließlich war es auch ein Wunsch der für Obdachlosigkeit zuständigen Gemeinden, hier noch enger mit dem Landratsamt zusammenzuarbeiten.

Entscheidende Rolle spielen die Kommunen

„Die entscheidende Rolle bei der Unterbringung von obdachlos gewordenen Menschen spielen die Gemeinden, lösen können wir diese gesellschaftliche Problematik aber nur mit vereinten Kräften“, so Landrat Robert Niedergesäß.

Landratsamt darf Gemeinden nichts vorschreiben

„Obdachlosigkeit ist eine Pflichtaufgabe des eigenen Wirkungskreises der Gemeinde“, erklärt Andreas Wenzel, Leiter der Kommunalaufsicht im Landratsamt. Aufgrund des kommunalen Selbstverwaltungsrechts dürfe das Landratsamt den Gemeinden keine Vorgaben bei der Erfüllung dieser Aufgabe machen.

Wenn Kinder betroffen sind

Der Workshop sollte als Unterstützung und Informationsmöglichkeit dienen. „Zum einen wollten wir den  Gemeinden aufzeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten das Landratsamt, das Jobcenter und die Fachstelle für Obdachlosigkeit der Diakonie Rosenheim bieten, zum anderen wollten wir mit anregenden Diskussionen in Kleingruppen eine mögliche Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene anstoßen“, so Wenzel. „Rechtliche Hintergründe im Sicherheitsrecht“, „Möglichkeiten kommunaler Zusammenarbeit“, „Betreuung und Sucht“, „Wohnungsbau im Landkreis“, „Soziale Leistungen“, „Unterstützung und Hilfe“ und „Wenn Kinder betroffen sind“, waren Themen, über die die Fachbereiche informierten und die Teilnehmer diskutierten.

Gemeinden bauen - Wohlfahrtspflege betreut

„Wir haben sehr positives Feedback der Teilnehmer erhalten. Das bestärkt uns darin hier Rat und Hilfe anzubieten. Wir wollen die Gemeinden mit dieser Aufgabe nicht alleine lassen und unterstützen hier gerne neue Wege der interkommunalen Zusammenarbeit. Wichtig ist, dass sich die Gemeinden zusammentun und Unterkünfte schaffen, die dann z.B. durch einen Träger der Wohlfahrtspflege betrieben werden können.  ez

Lesen Sie dazu auch: Im reichen Ebersberg: Kein Platz für Obdachlose

oder Zwei Jobs und trotzdem obdachlos - Darum ist Astrid Lenz (55) kein Einzelfall

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