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Im Landkreis soll eine mobile Diagnostikstelle entstehen.

Die neueste Entwicklung im Überblick

Corona: Landratsamt rechnet mit deutlich mehr Infizierten im Landkreis Ebersberg

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Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand 19. März 2020 37 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 161 befinden sich in Quarantäne.

Landkreis - Im Ebersberger Diagnostik-Zentrum wurden am Mittwoch, 18. März, 36 Menschen untersucht. Für Donnerstag, 19. März, rechnet man mit deutlich mehr Patienten, da für niedergelassene Ärzte aus dem Landkreis beim Gesundheitsamt eine Telefon-Hotline neu eingerichtet wurde. Maximale Kapazität im Diagnostik-Zentrum sind ab Freitag, 20. März, 160. Das Landratsamt erwartet eigenen Angaben zufolge, dass die Zahl der Infizierten in den nächsten Tagen deutlich ansteigt.

Mobilie Diagnostik soll nach Poing

Die über das THW bayernweit organisierte mobile Möglichkeit zu einer Diagnostik von Corona-Verdachtsfällen soll, wenn sich passend ausgestattete Plätze finden lassen, und das Untersuchungsmaterial organisiert werden kann, für den Landkreisnorden angemeldet werden, vorzugsweise in Poing.

In der Kreisklinik gibt es seit 18. März einen positiv getesteten Patienten, dessen Zustand stabil ist, bei einer weiteren Patientin steht noch das Testergebnis aus. Bei vier weiteren Verdachtsfällen wird das Test-Ergebnis am Freitag, 20. März, erwartet.

Ersatzräume für die Klinik

Die Klinik bereitet sich weiter auf die Corona-Patienten vor und braucht dazu die Räumlichkeiten der Bereitschaftspraxen der KVB-Ärzte. Ersatzräume sollen nun ebenfalls im ehemaligen Kreissparkassengebäude bereitgestellt werden.

Bürger-Hotline

Auf der Bürger-Hotline im Landratsamt sind am Mittwoch, 18. März, 270 Anrufe eingegangen, auf der neu eingerichteten Hotline für Betriebe und Unternehmen 30, beim Wirtschaftsförderer des Landkreises direkt gemeldet haben sich 14 Betriebe.

Für Hörgeschädigte gibt es ab sofort einen E-Mail-Service unter der Adresse coronainfo.hoergeschaedigte@lra-ebe.de

Einkaufsservice des BRK

Das BRK bietet einen Einkaufsservice für in Quarantäne befindliche Personen und Risikogruppen an. Unter der Nr. (08092) 20 95 120 können sich Bürger anmelden, die Unterstützung dabei brauchen ihre Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Das Team Bayern des BRK will sich auch um Senioren kümmern, die durch die aktuelle Krisensituation isoliert sind und gerne telefonisch Kontakt hätten. Auf der Homepage des Landratsamtes findet sich bei den Informationen zur aktuellen Corona-Krise auch eine Liste mit weiteren Hilfsangeboten z.B. von Nachbarschaftshilfen.

Polizei im Krisenstab

Erstmals war im Krisenstab im Landratsamt am Donnerstag, 19. März, ein Vertreter der Polizei dabei. Er berichtete von Bürgern aus verschiedenen Gemeinden, die angerufen haben, weil an Spielplätzen, Skateranlagen etc. Menschengruppen zusammengekommen sind. Auch Hinweisen auf sog. „Corona-Partys“ musste die Polizei nachgehen. Mit Information und Aufklärung, aber wenn nötig auch mit den entsprechenden Maßnahmen, soll dem begegnet werden.

Landrat spricht von Rücksichtslosigkeit

Landrat Robert Niedergesäß: „Ministerpräsident Markus Söder sagte heute, dass die Menschen in Bayern physisch mehr Abstand halten müssen, aber dafür vom Gefühl her näher zusammenstehen. Das ist auch in unserem Landkreis so. Viele Menschen bieten ihre Hilfe an. Sie werden gebraucht, in den Gemeinden, wo es darum geht, dass Menschen versorgt werden, die in Quarantäne sind oder alte Menschen und solche mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten. Kein Verständnis habe ich für Menschen die meinen, ihre durch die Corona-Krise verursachte neue „Freizeit“ für gruppenbezogene Freizeitaktivitäten nutzen zu können. Das ist rücksichtslos den Mitmenschen gegenüber, jeder weiß um die Gefährlichkeit des Virus, das jede sich bietende Gelegenheit nutzt von Mensch zu Mensch überzuspringen, jeder kann betroffen sein und Hilfe benötigen.“

Wirte in ihrer Existenz bedroht

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